Aruba – One Happy Island

Aruba ist die westlichste und kleinste der ABC-Inseln – eigentlich müsste es ACB heißen, aber Wayne…

Aruba - einer der Traumhaften Strände. Traumhafte Farben, traumhafte temperaturen.... sagte ich schon Traumhaft?Aruba gehörte bis 1986 (als ich 4 war) zu den Niederländischen Antillen – dann aber löste sich die Insel von Niederlande und wurde zu einem autonomen Staat innerhalb des Königreichs der Niederlande – so weit Wikipedia.

Auf Wahlisch: Aruba gehörte mal zu Holland, jetzt ist es aber ein eigenes Land mit eigener Währung. (Die haben 4-eckige Münzen :D) – aber der US-Dollar wird hier als Währung auch akzeptiert.
Aruba ist Karibik pur mit einem Hauch (oder süßlichen Duft!?) Hollands. Die Gelassenheit und das unkomplizierte Leben haben mich schnell vereinnahmt – eine Insel auf der ich mich gerne zurückziehen würde.

Aruba - ganz normale transfer Busse. Ein Traum. Und die Klimaanlage funktioniert auch immer - während der fahrt.... weil keine Fenster eingebaut sind...Die 180km² große Insel bietet genug Platz um die Seele baumeln zu lassen. Weiße Sandstrände soweit das Auge reicht.
Am Palm Beach, einer der schönsten Strände der Welt, ist schnell ein gemütliches Plätzchen gefunden – aber eigentlich will man bei dem Wetter lieber schnell ins Türkis-Grün-Blaue Wasser und sich bei einer frischen Kokosnuss oder dem obligatorischen Rum Punch abkühlen.

Die Hauptstadt Oranjestad lockt mit zahlreichen Shops zum Bummeln und Souvenir shopping ein.

Auch unter Wasser bietet Aruba sehr schöne Plätze, um vom Alltag abzuschalten. Das Entdecker-Herz schlägt hier schnell höher – und 4 von diesen coolen Tauchplätzen möchte ich dir kurz vorstellen:

Malmok-Reef

Aruba - Fischis! Diese nett aussehenden Fische haben es Faustdick hinter den Ohren. Beissen die einfach in meine Flossen rein, gemeine Biester!Im Norden auf der westlichen Seite der Insel befindet sich das Malmok-Reef. Der Tauchplatz lässt sich sehr gut mit dem Tauchplatz “Das Wrack der Antilla” zu einem Halbtages Tauchtrip kombinieren.

Das Malmok-Reef ist ein einfacher und flacher Tauchgang mit mäßig viel Fisch und Pflanzenwelt. Trompeten & Papageien Fische, Lobster & Garnelen, Rifffische und Seesterne kannst du hier antreffen. Und vielleicht kannst du die eine oder andere Schildkröte beim Fressen beobachten – aber störe sie nicht, du willst beim Essen ja auch nicht unbedingt von Touris gestört werden 😉
Hier und da liegen ein paar Wrackteile eines Propeller Flugzeuges herum – aber nicht sehr Interessantes. Es könnten auch Wrackteile von nicht Flugzeugen sein, so genau möchte ich mich nicht festlegen.

Das Malmok-Reef ist ein Tauchplatz um sich warm zu tauchen und ggf. seine Navigationskenntnisse aufzufrischen. Somit auch für Anfänger gut geeignet.

Das Wrack der Antilla

Aruba - Es ist zwar nicht Divers Paradise (Bonaire), aber mind. genau so schön wenn nicht sogar nen takken schöner. Ein träumchen hier abzutauchenDie Antilla ist ein Frachtschiff, welches sich 1940, nach einem Jahr auf dem Meer, selbst versenkt hat.
Uhhh – selbst versenkt. Warum dies?
Kurzfassung: Das Schiff ankerte zu Kriegszeiten vor Aruba und wurde, als Deutschland der Niederlande den Krieg erklärte, von den Marineinfanteristen nachts gestürmt. Zuvor hatten die Deutschen, durch öffnen der Seeventile und Brandlegung, das Schiff unbrauchbar gemacht und es sank auf 18 Meter Tiefe – wo es heute noch liegt. (Weitere Infos im Wiki-Artikel)

Aruba - Perfekte Sichtweiten beim Tauchen - das hier ist schon fast eine schlechte Sicht!Das gut erhaltene Wrack liegt ca. 700 Meter vor der Küste und ist somit am besten mit einem Boot zu erreichen. Ein schöner halber Tauchtag lässt sich am besten mit dem Malmok-Reef oder mit dem Wrack der Pedernales verbinden.

Die Antilla ist zweigeteilt – dem vorderen (Bug) und dem hinteren (Heck) Teil. Beide Teile sind in einem hervorragenden Zustand. Lediglich der mittlere Teil sieht etwas zerstört aus. Okay, ETWAS ist etwas untertrieben – es sieht so aus, als ob der mittlere Teil durch eine Explosion zerstückelt wurde. Deswegen wird manchmal auch erzählt, dass eine Kesselexplosion das Schiff zum sinken gebracht hat – ganz genau weiss man es aber nicht. Lässt als genug Freiraum für Seemannsgarn.

Aruba - geile Sichtweiten beim Tauchen und schöne Muscheln gibts da auch. Manchmal sogar mit Inhalt.....Im mittleren Teil kann es schon mal zu Strömungen kommen. Daher sollte der Aufenthalt hier ggf. kurz gehalten werden oder du tauchst nahe am Boden/Wrack, da ist die Strömung i.d.R. nicht so stark.
Die Strömung ist aber nicht sooo heftig, ein fortgeschrittener Taucher wird diese leicht bewältigen.

Am Schiff haben sich viele Fische heimisch eingerichtet und der Blick ins Frachterinnere lohnt sich, da hier schon mal der eine oder andere große Papageienfisch seine Bahnen zieht.

Achtung: Da der Tauchspot mit Booten leicht zugänglich ist (700 Meter vom Land entfernt), sind hier nicht nur viele Tauchtruppen unterwegs, sondern auch viele Schnorchler, die sich das Wrack von oben anschauen können. Die Sichtweite erlaubt dies in der Regel!

Das Wrack der Pedernales

Aruba - eins der vielen Wracks die du beim Tauchen entdecken kannst. Ein Traum zum Tauchen - ohne dicken Anzug!Die geringe Tiefe von max. 10 Metern ist ideal für Anfänger oder die, die es mal werden wollen (Schnuppertauchen).
Die SS Pedernales ist ein alter Tanker, welcher im 2ten Weltkrieg vor Aruba durch Torpedotreffer Beschädigt wurde. (Details bei Wiki).
Nun ja – das ein Torpedotreffer einen Tanker so zerfetzen kann ist heftig. Ein bunter Mischmasch an Wrackteilen ziert den Boden und auch mit viel Fantasie habe ich hier kein Schiff erkannt.

Aruba - auch oft unter Wasser zu sehen, Fische UND Wracks. Und JA, die Flosse da ist meine..... :-/Das tut dem Tauchgang aber keinen Abbruch – die vielen Wrackteile haben mit den Jahren Fischen, Krebsen und Pflanzen ein neues Zuhause geboten.
Lobster, Garnelen, Seesterne, Seaeggs (Seeigel Art), Muränen, Karibische Fische in vielen Formen und Farben und vieles, vieles mehr kann hier beobachtet werden. Auch einige Schwammarten, Weich- und Hartkorallen haben hier sich angesiedelt.

Die Flugzeugwracks

Einen richtigen Namen zu diesem Tauchplatz gibt selbst die offizielle Tourikarte von Aruba nicht her – da steht nur “Flugzeugwrack”. Es sind 2 Flugzeugwracks auf der verlängerten Achse der Start und Landebahn auf ca. 30 Meter Tiefe.

Dieser Tauchgang ist def. nichts für Anfänger. Fortgeschrittene bis sehr erfahrene Taucher sollten die Flugzeuge besuchen. Nicht nur wegen der Tiefe von 30 Metern, sondern auch wegen der meist sehr starken Strömung die hier vorbei rauscht.

Aruba - Angriff der Blubbermonster..... Warum verfolgen die mich eigentlich? Achja, ich führe die Truppe ja an...... mistJe nach Stärke der Strömung wird geschaut, wo das Tauchschiff euch raus lässt. Das Riff ist mit Korallen, Schwämmen und Pflanzen nur so übersät – genau wie man sich die Karibik beim Tauchen vorstellt. Dazwischen sind überall Fische, Krebse, Langusten, Garnelen, Schnecken und Seesterne heimisch. Kaiserfische und Papageienfische sind hier ebenso anzutreffen wie Muränen.

Viel Zeit zum schauen bleibt meistens aber nicht, da die Strömung einen mit sich reißt. Dagegen paddeln klappt, aber lange hält man dies für gewöhnlich nicht aus. (Soll ja nicht in Arbeit ausarten….)

Zwei Wracks liegen hier unten – Typ Propeller Maschine würde ich sagen. Ca. 40 Passagiere je Maschine – so meine fachkundige Einschätzung…..
Eine der beiden Maschinen, so erzählt man sich, wurde extra für einen Film aus der James Bond Reihe versenkt. Ob´s stimmt…..?!

Die Flugzeuge sind sehr gut erhalten und eine Wrack Umrundung und ein näherer Blick ins Cockpit sollte drin sein. Wenn du hinter dem Wrack bist, bist du direkt im Strömungsschatten und wirst nicht mehr fortgerissen – um hierher zu gelangen, solltest du aber frühzeitig das Flugzeugwrack ansteuern 😉

Stichwort: “Geocaching” – du kannst hier einen finden.


Ich hoffe dir hat mein kleiner Artikel zu Aruba gefallen und du wirst dieses kleine Inselparadies mit auf deiner To-Urlaub-Do-Liste schreiben.

Wenn du Fragen, Anregungen, Wünsche oder positive Kritik hast, lass es mich in den Kommentaren wissen – ansonsten bleibt mir nicht mehr viel zu sagen “bis zum nächsten Artikel”

greetz
Marcel

PS: In der Artikelüberschrift steht der Slogan der Insel – “One Happy Island”.
Die Geschichte hinter diesem Slogan kannst du in meinem “Bonaire – Divers Paradise”  Artikel lesen.

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