Hamburg

Hamburg ist wie London, nur ganz anders – aber immer wieder ein (langes) Wochenende wert!

Ich möchte dir hier ein paar coole Sachen/Locations vorstellen die ich mir angesehen habe. Es gibt sicherlich viel mehr, aber alles kann ich mir an einem Wochenende auch nicht ansehen =D – wenn du noch Tipps für mich hast, schreibs mir mal in die Kommentare!

Übernachten

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Hamburg wie Sand am Meer.
Ich habe hier ein paar mal übernachtet (bevor ich Hergezogen bin) und die Unterkünfte waren knorke, aber auch ganz unterschiedlich.

Europäischer Hof

Das Hotel “Europäischer Hof” direkt am HbF ist zwar etwas teurer, dafür hat es aber eine gute Lage und bietet zusätzlich Erholung.
Die Zimmer sind groß und das Frühstück lecker. In den oberen Etagen hat das Hotel nen Pool, eine Wasserrutsche und eine große Saunalandschaft mit mehreren verschiedenen Saunen. Perfekt um sich nach einem laaangen Hamburg Tag zu entspannen.
Zur Innenstadt musst du nur die Straße überqueren, durch den Bahnhof latschen und tada – biste auch schon da.

URL: www.europaeischer-hof.de

Deutsche Seemann Mission

Die zwote Unterkunft in Hamburg, in der ich übernachtet habe, ist eigentlich nur etwas für Seefahrer. Es können auch “normale” Touristen dort übernachten, aber nicht zu den Konditionen die ein Seefahrer zahlt (Aber alles im Rahmen).

Die Rede ist von der “Deutschen Seemann Mission” auf der “großen Elbstrasse” direkt an der Elbe.
Die Seemann Mission hat ein wenig etwas von einem Hostel und/oder Jugendherberge. Mehrbettzimmer und Etagen WC/Duschen. Es gibt auch wenige Einzelzimmer, die natürlich schnell vergriffen sind. Die Unterkunft ist sehr sauber, so dass du keine Angst vor der Etagen WC/Dusche haben musst – selten so ein sauberes Bad gesehen in einem Hostel. Die Seemann Mission ist leider etwas hellhörig – nichts für Leute mit leichtem Schlaf.

Es kann sein, dass du auf ein Zimmer mit anderen unbekannten Leuten kommst – so kann man aber immer Leute kennenlernen. Auf jedem Zimmer gibt es auch Schränke, die man zu sperren kann. Oder du hast Glück, wie ich letztens, und du bekommst ein 5-Bett-Zimmer für dich alleine 🙂

Auch für Seefahrt-Liebhaber ist dieses Hostel sehr zu empfehlen. Nicht nur wegen der besonderen Atmosphäre, sondern auch weil jeden Morgen die großen Dampfer hier am Fenster – fast zum Greifen nahe – vorbeifahren. Und auch wieder raus am Abend 🙂 
Eine eigene Snackbar/Kneipe/Aufenthaltsraum ist genauso vorhanden, wie ein liebevoll zubereitetes Frühstück für den hungrigen Seefahrer (Tourist). 

Der riesen geile Vorteil an der Mission ist, dass du in 10 Min. auf der Reeperbahn, in St. Pauli oder an den Landungsbrücken sein kannst. Der Fischmarkt ist quasi direkt vor der Haustür. Dazu aber später mehr.

URL: http://seemannsmission-altona.org/

Beginnen wir nun ausgeschlafen mit der Tour durch Hamburg:

Die Speicherstadt

Neben der Reeperbahn/St. Pauli ist die Speicherstadt wohl mit der größte Touri-Magnet in Hamburg – und das mit Recht!
Der Name war hier früher Programm. Es wurde alles “gespeichert”, was aus den Schiffen ausgeladen wurde, um es später dann mit Trucks auf die Straßen zu bringen.

Heute ist es bis auf ein Teppichlager nicht mehr so. Dennoch lohnt sich ein Besuch, denn hier gibt es einige “Museen” der etwas anderen Art und ein Spaziergang durch die Speicherstadt lässt deine Gedanken vielleicht in die alte Zeit zurückwandern.

Dialog im Dunkeln

Vorab – ich war leider nicht im “Dialog im Dunkeln” Museum, da ich nicht vorreserviert habe. Das solltest du unbedingt vorher tun – und ich das nächste Mal auch…

Der “Dialog im Dunkeln” ist eine Ausstellung, welche in komplett dunklen Räumen stattfindet. Schwarz. Du kannst nix sehen. Handy und andere Licht erzeugende Sachen sollen vorher in einem kostenlosen Spind eingeschlossen werden.
Die blinden oder sehbehinderten Guides “zeigen” dir deren Welt in einer 90-minütigen Führung. Lass dich auf dieses Abenteuer ein und begegne einer anderen Welt.

Daneben gibt auch eine Ausstellung im Stillen – sprich hier hörst du nichts.
Diese Tour habe ich mit gemacht – 60 Minuten lang zeigt ein Hörgeschädigter seine Welt. Wie verständigt man sich, warum Gesichts-Mimiken wichtig sind und wie beschreibt man Farben.
Vielleicht ist etwas Fremdschämen dabei – aber dies solltest du dir nicht entgehen lassen. Es ist echt klasse!

URL: www.dialog-um-stillen.de

Hamburg Dungeon

Das Hamburg Dungeon ist auch in der Speicherstadt gelegen – recht am Anfang befindet es sich. Das Dungeon ist so eine Art aktives Museum oder Labyrinth – ähnlich dem Grusellabyrinth in Bottrop.

Das Dungeon gibt es auch in anderen Städten – z.B. ist in London das “London Dungeon”.
In Hamburg läufst du von Raum zu Raum und dir werden einige gruselige Geschichten von Hamburg in ca. 90 Min. erzählt. Bei einigen Räumen werden die Besucher auch aktiv mit eingebunden.
Der Besuch des Dungeons ist für alle Fans des Gruselns ein Muss und für alle anderen eine knorke Sache. Außer du hast Platzangst.

Am Ende der Tour erwartet dich noch ein klasse Souvenirshop, in dem du viel Gruselzeug erstehen kannst – perfekt für deine nächste Halloween Party.

Preise und Öffnungszeiten entnimmst du am besten der Webseite

URL: www.facebook.com/HamburgDungeon
URL: www.thedungeon.com

Das Miniatur Wunderland

Für das Miniatur Wunderland solltest du mehrere Stunden einplanen – hier gibt es einfach so viel zu entdecken, dass die Zeit nur davon rast. Unglaublich viele kleine und vor allem witzige Details gibt es hier zu entdecken.

Was ist das Miniatur Wunderland?

Im Flyer heißt es “die Weltgrößte Modelleisenbahn” – aber zu einer Modelleisenbahn gehören nicht nur Züge und Schienen, sondern auch Landschaften und “Leben”.
Es gibt einige Themen-Landschaften – von Mitteldeutschland über Hamburg, Italien, Österreich, Amerika, Schweiz, Skandinavien bis hin zu Knuffigen – einer eigenen kreierten Stadt.

Das Wunderland in ein paar Zahlen: 1490 m² Modellfläche, 1040 Züge, 385.000 Lichter, 260.000 Figuren, 130.000 Bäume, eine eigene Zeitung und eine eigene Tagesschau mit aktuellen Themen aus dem Wunderland. (stand 2017)

Was kannst du alles entdecken?

Seeeeeehr viel. Aber das verrate ich nicht im Detail! Schau es dir selber an 😉 
Alle 15 Minuten wird es Nacht im Miniatur Wunderland und die vielen Lampen zeigen diese wundervolle Welt in einem anderem Licht. In Italien z.B. zeigt der Vesuv sich jede Nacht von seiner “aggressiven” und zerstörerischen Seite.

Der Eintritt hat 2017 13,- p.P. gekostet. Nähere Infos findest du auf der Webseite.

URL: www.miniatur-wunderland.de

Die Elbphilharmonie

Am Ende der Speicherstadt steht die berühmte Elbphilharmonie. Du weißt sicher mehr als ich über dieses Gebäude. Das steht da an der Elbe halt und ist nett anzuschauen – wollte ich nur erwähnen.

Der Baumwall

Der Baumwall ist eigentlich nur eine Haltestelle direkt vor der Speicherstadt – nicht besonders erwähnenswert, aber ich mag die Geschichte wie es zu dem Namen gekommen ist und das möchte ich dir jetzt erzählen. Lies halt beim nächsten Abschnitt weiter, wenn es dich nicht interessiert. 😛

Die Speicherstadt war früher ein Umschlagplatz für Waren aus der ganzen Welt, also war hier mehr oder weniger viel Geld im Umlauf. Das hat natürlich auch die Kriminellen früher schon angelockt. Diese Wasserschurken hat man seiner Zeit “Piraten” genannt. Die sind die Elbe in kleinen Booten hoch gerudert und haben die Warenhäuser geplündert. Um gegen diese Verbrecher vorzugehen haben die Hamburger Baumstämme ins Wasser gelegt und somit einen Wall gebaut, über welchen die Piraten nicht mehr so einfach durch rudern konnten.

Geschichte zu Ende.

Landungsbrücken

Wenn du von der Speicherstadt weiter an der Elbe entlang läufst, kommst du kurze Zeit später zu den Landungsbrücken. Hier starten eine Menge Ausflugsboote und Wasserbusse. Gönn dir ne Pause bei einem traditionellen Fischbrötchen und schau dem Treiben der Leute und Boote zu.

Wenn du Musicals auf der anderen Seite der Elbe besuchen möchtest, bist du hier genau richtig.

In der Nähe der Landungsbrücken ist auch der alte Elbtunnel. Dieser Tunnel führt dich auf die andere Seite der Elbe – und das ganze kannst du zu Fuß erreichen. Mega. (Von da ist das Foto gemacht worden!)

Hamburg Lichterfahrt

Abends kann ich dir die Lichterfahrt empfehlen. Hierbei schipperst du auf einem Bötchen auf der Elbe rum und kannst dir ein wenig Kultur und Wissen im Dunkeln aneignen. Die Fahrt geht an den großen Docks vorbei und durch die Speicherstadt. Grob ne Stunde Kultur kannst du sicherlich gut verkraften 😉

URL: http://www.hamburg-citytours.de

Strand Pauli

Unsere Tour durch Hamburg geht weiter von den Landungsbrücken an der Elbe entlang. Direkt anschließend an den Landungsbrücken kommt ein kleiner Beach Club – Strand Pauli. Hier kannst du gechillt deine Füße in den Sand stecken und hoffentlich bei gutem Wetter etwas Strandfeeling mitten in der Großstadt finden.

Hot Rod City Tour

Direkt vor Strand Pauli ist die Station von “Hot Rod City Tour” – eine etwas andere Stadtrundfahrt erwartet dich hier.

Bei dieser Stadtrundfahrt fährst du selber in einer “Seifenkiste” im Hot Rod Style durch Hamburg. Dabei bekommst du aber keinerlei Infos von den Guides – hier fährst du “nur” 2 Stunden durch Hamburg. Die kleinen Kisten kommen dabei ganz schön auf Tempo.

An der Freundlichkeit kann die Station meiner Meinung noch ein wenig arbeiten.

URL: http://www.hotrod-citytour-hamburg.com/

Der “alte” Fischmarkt

Weiter geht’s – immer weiter an der Elbe entlang. Nach ca. 10 Min. Fußmarsch kommt der alte Fischmarkt. In der Woche recht unspektakulär, aber Sonntagmorgen ab 5 Uhr ist hier Ramba Zamba und Halli Galli angesagt. Früher war es vielleicht NUR ein Fischmarkt, jetzt isset aber nen Markt auf dem man vielerlei bekommt – unter anderem auch Fisch.

Souvenirs, Klamotten, Fischbrötchen, Obstkörbe für 10,- € und vieles mehr kannst du als Frühaufsteher und Durchzecher erstehen.

Besonders gut hat mir ein Kaffeestand gefallen – starker heißer Kaffee (2,-€) – genau das richtige morgens um 5. Das Ganze wird von einem mega gut gelaunten Rasta Typ zubereitet. Zu lauter Raggae Musik tanzt und singt er bei der Zubereitung des schwarzen Glücks. MEGA!

In der Halle ist After Party angesagt. Bei Bier und Co. kommen die Durchzecher noch voll auf ihren Spaß und können so ein Wochenende ausklingen lassen.

Haifisch Bar

Ein paar Meter weiter kommst du zur Haifisch Bar – genau neben der Deutschen Seemann Mission. Diese Bar ist an sich nichts besonderes, aber es ist eine der ältesten  und bekanntesten Kneipen in Hamburg – so der Typ bei der Lichterfahrt.

Bei einem kühlen Astra Bier und/oder einem kurzen Mexikaner (Die Hamburg Drinks) kannste dem Treiben an und auf der Elbe zuschauen. Da fahren abends viele Container Kräne rum und löschen bzw. beladen Schiffe. Ein wuseliges Treiben – fast wie im Miniatur Wunderland.

St. Pauli / Kiez / Reeperbahn

Unser Stadtrundgang geht nun weg von der Elbe. Nach ca. 10-15 Min. Fußweg kommt die berühmte Reeperbahn – die wahrscheinlich bekannteste Straße Hamburgs mitten im Stadtteil St. Pauli.

Eine Straße voll mit Bars, Clubs, FastFood Läden, Sex-Läden, Junggesellenabschieden und vielen Live Shows.
Wenn du hier kein Ort zum Verweilen findest, biste wahrscheinlich mega prüde oder hast noch mehr Angst vor Menschen als ich.

Am Anfang der Reeperbahn links, oder am Ende rechts (je nachdem von wo du kommst) ist die “Große Freiheit”. Hier ist Party angesagt. Viele Clubs und noch mehr Live Shows – und das nicht nur für die Männer. Es gibt am Ende der Straße auch ein Laden exklusiv für Frauen. Männer verboten!

Auch die berühmte Ritze findet man in einem Gang auf der Reeperbahn, genau wie die berühmte Davidwache.
Wenn du die Querstraße runter zum Strand Pauli/Landungsbrücken gehst, kommst du an der Herbertstraße vorbei. Ein großes Tor versperrt die Sicht auf die Straße. Hier sind Frauen verboten, denn hier beginnt der Straßenstrich. Auf dem Weg dorthin sind auch schon viele sehr junge Damen die auch vor Pärchen kein Halt machen und diese direkt ansprechen. Niemand ist hier sicher.

Trau dich ruhig in so einen Sex-Utensilien-Laden auf der Reeperbahn rein – da gibts Sachen…..unglaublich.
Mir persönlich hat aber die Parallelstraße der Reeperbahn, weg von der Elbe, besser gefallen. Urige Kneipen, nicht so viele Touris und kühles Bier bei angenehmer authentischer Hamburg Atmosphäre. Definitiv mein Geheimtipp.

Direkt nach der Reeperbahn kommt ein Park. Der Park Planten ist ein chilliger Ort, um dem Großstadtgetümmel mal zu entkommen und in der Natur abzuschalten. Direkt daneben ist das Stadion von St. Pauli. Für alle die es interessiert.

Wenn du der großen Straße weiter folgst, kommst du nach kurzer Zeit zum “Michel”. Der bekanntesten Kirche in Hamburg, welche eine tolle Aussichtsplattform bietet. Schau dir Hamburg ruhig mal von oben an. 2012 hat der Eintritt 4,- gekostet und lauf bloß nicht alle Stufen hoch – nimm den Aufzug. 😀

Innenstadt

Vom Michel aus geht es nun auf zum letzten Punkt unserer Hamburg Stadttour – ab in die Innenstadt von Hamburg.

In der Innenstadt kann das Shoppingherz sich voll austoben. Klamotten und Schuhe, Elektronikläden, Kosmetik und und und – alles was Rang und Namen hat ist hier zu finden. Auch einer meiner Lieblingsläden hat hier eine Filiale – der Legostore.

In der Innenstadt sowie an der Alster gibt es viele Cafe´s zum pausieren und chillen. Wenn das Wetter stimmt, finde ich es an der Binnenalster am gemütlichsten. Da kannste dich auf Bänken oder Stufen hinfläzen und dich gemütlich bei einem Brötchen und einem Kaffee ToGo ausruhen. Einfach mal die Seele baumeln lassen und den Füßen eine Pause gönnen.

Apropos Wetter – Hamburg ist für seine Wetterumschwünge und vor allem für den Regen bekannt. Hab am besten immer eine Regenjacke dabei – keinen sperrigen Regenschirm. Oder lerne im Regen zu Tanzen. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur eine falsche Einstellung. Hüpf von Pfütze zu Pfütze und sei froh – die Klamotten kann man waschen.

Geocaching

Der ganze Stadtrundgang lässt sich natürlich auch hervorragend mit Geocaching verbinden. Angefangen in der Speicherstadt bis quer durch Hamburg findest du den einen oder anderen Cache sicherlich.

Wenn du mehr über Geocaching wissen willst, kannst du meinen Artikel dazu lesen.

Die Hamburg CARD

Zum guten Schluss noch ein Tipp – es gibt eine Hamburg CARD.

Mit dieser bekommst du viele Vergünstigungen wie z.B. Eintritte in Museen, teilweise kostenlose Fahrräder zum Verleih (erste 30 Min.), gute Angebote bei Mietwagenanbietern, extra breite Parkplätze in Parkhäusern, kostenfreie Fahrten mit Bus, Bahn und Fähren und vieles mehr.

Ich habe die Karte noch nie benutzt – aber ein Freund von mir schwört drauf!

URL: http://www.hamburg-tourism.de


Und hier endet unser schöner City Trip durch Hamburg! Ich habe bestimmt bei weitem nicht alles gesehen, aber ich hoffe ich konnte dir einen guten Einblick in die Stadt geben und vielleicht fährst du mal ein verlängertes Wochenende auch dort hin. Ich würde mich freuen, wenn du mir von deinen Erlebnissen in den Kommentaren berichtest und ggf. hast du ja noch den einen oder anderen Tipp für mich – dann habe ich wieder ein guten Grund das schöne Hamburg “neu” zu entdecken.

Grüße und stay crazy
Marcel

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