Indonesien (Part 2)

Lembongan

Nach Ubud war meine Zeit auf Bali fast zuende und es ging für mich weiter zu einer kleinen Nachbarinsel zum Tauchen – nach Lembongan.
Die Unterkunft war auch hier wieder “Dive Concepts” welche ich zuvor, wegen der guten Erfahrung in Tulamben, im Internet gebucht habe.
Der Service vom Hostel war klasse, die haben mich direkt für eine Fähre angemeldet, bei der ich mich nur noch einmal melden musste – a la: Hier bin ich!
Alles super entspannt – erwarte nur keinen Luxus bei der Fährfahrt. Es ist ein geschlossenes Boot mit vielen Sitzreihen – wie ein überdimensionierter Omnibus auf dem Wasser.

Lembongan schaut auf Google Maps super gut erschlossen aus mit Straßen und Einkaufsläden. Pustekuchen.  Klar, es gab Straßen (Wege aus Sand und Schlamm) und es gab auch Einkaufsläden, aber das waren eher Regale mit rudimentären Vorräten im Wohnzimmer einer Wohnung. Deswegen müssen auch die Schuhe vor dem betreten ausgezogen werden!

Was auch sehr interessant ist, ist das Tanken – alte Flaschen werden hier verkauft mit Benzin – aber so ein Roller verbraucht eh nicht so viel – eine Flasche ist meist ausreichend.

Tauchen auf bzw. um Lembongan ist ein Traum – für Anfänger sowie für Erfahrene Taucher ist etwas dabei. Viele Spots sind aber eher etwas für fortgeschrittene Taucher, da es viel mit Strömung oder schlechter Sicht und Brandungen zu tun hat.
Ich hatte nicht so Glück mit dem Wetter, daher war die See etwas rauer – hat aber fast keinen gestört – die Fische hat es gefreut.
Lembongan ist neben Surfen auch fürs Tauchen bekannt – und hier speziell für Mantas und Mondfische. Wegen letzteren war ich speziell hier – leider haben Sie sich mir nicht gezeigt.

Komodo / Flores

Nach knapp einer Woche Lembongan ging es für mich auch schon weiter nach Komodo / Flores.

Also Fähre, Roller, Flug, Taxi und schon war ich im “La Boheme Bajo” – meiner Unterkunft im Ort.

An Tauchschulen mangelt es hier definitiv nicht – da fiel die Wahl sehr schwer. Am Ende habe ich mich gegen die großen oder billigen Tauchbasen entschieden und habe einenm kleinen, unscheinbaren Tauchcenter den Vorzug gegeben – “Flores Diving Center”.

Das Tauchcenter  hat bei mir aus einem Grund den Vorzug bekommen, und zwar treu dem Motto “Tue gutes und Sprich darüber”. Die Basis macht 1x die Woche ein Ocean Cleanup und das ist in Asien leider bitter notwendig.
Bei Komodo gibt es gigantisch viele und super schöne Tauchplätze, welche in einem halben Tag Bootstour angesteuert werden können. Neben vielen schönen Korallen und kleinen z.B. Nudibranchs oder skurrilen Fischen, die Steinhügel bauen bis hin zu den großen Vertretern wie Mantas und Delfine.

Mit dem Wetter hatte ich auf Komodo so gar kein Glück, sodass ich nach dem tauchen oft im Hostel geblieben bin und gelesen habe.
Viel kann man auf Flores oder Komodo auch nicht machen. Einen Trip ins Hinterland oder zu den Inseln und die Flora und Fauna bestaunen und na klar – den Komodowaran.

Raja Ampat

Vor meinem Indonesien Urlaub hat ein Freund und ehem. Chef mir Raja Ampat ganz dolle ans Herz gelegt. Ab vom Schuss sollte es sein – aber der Aufwand sollte sich unglaublich lohnen. Ich wusste nicht, wie recht er haben sollte.

Während meines Aufenthaltes in Indonesien habe ich immer wieder Einheimische und Touris gefragt ob sie Raja Ampat kennen und wie man hinkommen könnte – Google war mir leider keine sehr große Hilfe.
Es war schwieriger als ich dachte – es kannte fast niemand, und die, die es kannten konnten mir keine genauen Details geben mit denen ich hätte arbeiten können.
Ist wohl das Herne von Indonesien – wunscherschön aber nicht so viele kennen es.

Am Ende habe ich natürlich einen Weg gefunden – dabei muss gesagt werden, dass Inlandsflüge in Indonesien nicht wirklich teuer sind – ca. 70,- EUR für einen Flug.

Von Komodo -> Flug nach Denpasar -> Flug nach Makassar -> Flug nach Sorong -> Stunde Fähre nach Waisai -> 1,5 Std. Nussschalen Boot fahren nach Aborek und mit Nussschale meine ich wirklich, dass es nicht viel mehr war als ein langer ausgehöhlter Baumstamm mit Außenbord-Motor.

Nach dieser langen Tour war ich nun auf einer Insel mit vielleicht 1 Kilometer Länge und 300 Meter Breite … ich kann schwer schätzen, aber es war schnell zu Fuß erlaufen.

2 kleine Kiosks, bei denen man sich mit dem Notwendigsten eindecken konnte, eine Kirche in der Dorfmitte, viele Homestays (darunter meine Unterkunft das Kalabia Homestay) und eine Tauchschule.

Das allerwichtigste zur Insel – nimm Bücher (Mehrzahl) mit – es gibt hier nämlich nur nachts Strom von ~19 Uhr bis 6 Uhr morgens.

WLAN gibt es schon mal gar nicht und Handyempfang nur mit einer einheimischen SIM-Karte, welche ich nicht hatte.
Die Tauchbasis ist eher eine kleine Hütte mit ein bisschen Tauchequipment. Solltest du hier Tauchen wollen, melde dich vorher per Mail an und frage, ob die ggf. noch Equipment benötigen, dass du denen verkaufen kannst. Kann sehr lohnend sein!

Die Tauchreviere dort sind wahrhaftig ein Traum und stellt alles zuvor gesehene in den Schatten – Ägypten, Karibik , ihr könnt einpacken.

Solch eine Artenvielfalt von winzigen Schnecken über farbenfrohe und intakte Korallen bis hin zu riesigen Mantas und Haien ist alles vertreten. Das musst du einfach gesehen haben. Der Weg nach Arborek ist eine Qual, aber diese wird belohnt mit schönen Tauchgängen.

Meine Woche auf der Insel war wunderschön und sehr entschleunigend. Kein Handy, kein Laptop.

Aufgestanden vor den ersten Sonnenstrahlen und ein paar Runden schwimmen über dem Riff, nen Kaffee und gebratene Bananen zum Frühstück, Tauchgänge bis zum frühen Nachmittag, entspannen und ggf. ein Bier trinken bis abends und nach dem Sonnenuntergang und vor dem Schlafen noch die zahlreichen Sterne gezählt.


Mein Indonesien Urlaub war von Anfang an auf das Tauchen ausgerichtet – dennoch konnte ich auf Bali etwas anderes sehen. In Lembongan, in Flores und zuletzt auf Aborek habe ich viel vom Leben der Einheimischen kennen gelernt.

Das Land ist groß und es gibt viel zu entdecken – ich werde wieder kommen und versuchen den Rest zu sehen. Vielleicht sieht man sich dort.

Bis dahin + Gruß
Marcel

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