Indonesien

Indonesien habe ich direkt nach meinem letzten Einsatz auf dem Kreuzfahrtschiff besucht – mein Plan: So viel wie möglich Tauchen gehen.

Indonesien hat 264 Mio. Einwohner und 17.508 Inseln. Zum vergleich – Griechenland hat 3.054, Deutschland 92 und Schweden mehr als 221.800 Inseln.

Das Land bzw. das Gebiet von Indonesien wurde ca. vor 1,8 Mio. Jahren bevölkert und wurde zu einem attraktiven Handelsposten zwischen China und Indien – bzw. für die Völker, die dort damals lebten.

Dann kamen die Europäer, welche das Land kolonisierten und regierten. Das Ganze endete nach dem zweiten Weltkrieg im niederländisch-indonesischen Krieg (1974/48).

In Indonesien bist du, wie in Vietnam, recht schnell Millionär. Die Währung heißt Rupiah (IDR) und hat einen Wechselkurs von 1 EUR ~ 15.900 IDR.

Das bedeutet, dass du mit ca. 63 Euro Millionär bist – wie geil – und mit 63 Euro kommst du schon sehr weit in Indonesien.

Geld konnte ich mir ohne Probleme mit der EC-Karte am Automaten ziehen – die Automaten sind nicht ganz so schick wie bei uns aber funktionieren genauso gut. Wie gesagt, ohne Probleme.

Bali

Denpasar

Die Insel Bali ist mit der Hauptstadt Denpasar ein guter Start, um Indonesien kennen zu lernen. Ich bin irgendwann spät abends gelandet und bin zu meinem Hostel Bed Bunkers gelaufen – der internationale Flughafen von Denpasar ist mitten in der Stadt, sodass du einige Unterkünfte gut erreichen kannst.

Denpasar ist eine sehr touristische Stadt – viele Shops, Restaurants und Souvenirläden wie man es aus anderen Urlaubsländern kennt. Ein gutes Restaurant  habe ich in einer Seitenstraße gefunden, in die 90% der Urlauber bestimmt nicht rein gehen würden.  Das Restaurant/ der Imbiss hatte nicht ganz saubere Plastikstühle und nen wackligen Tisch – ich würde sagen, der Laden hatte Charme!

Das Essen war grundsolide und gut (Reis mit Gemüse), dazu einen Karottensaft für umgerechnet 3,- EUR. Unschlagbar!

Da ich die Insel erkunden und zum Tauchen in den Norden wollte, habe ich mir einen Roller ausgeliehen. Das Hostel hat alles organisiert – leider habe ich die Quittung nicht aufbewahrt, es war auf jeden fall billig.

Offiziell musst du einen internationalen Führerschein haben, um mit dem Roller zu Cruisen (die Plastikkarte gilt nur in Europa).

Nach den kurzen Formalitäten, Roller Einweisung und Helm Übergabe konnte es auch schon losgehen!

Mein Tipp zur Navigation:
Ich habe mir keine SIM-Karte geholt, da ich fast überall in den Unterkünften WLAN hatte – ich konnte mich also immer irgendwie informieren.
Wenn du deinen Weg mit Google Maps im WLAN raussuchst und die Route startest, funktioniert die Navigation die ganze Zeit, weil GPS an sich immer geht!
Du darfst nur nichts am Handy machen. Alternativ kannst du die Karte auch offline laden und nutzen oder andere Karten nutzen. Du bist groß, du wirst sicherlich eine Möglichkeit finden zu navigieren – zur Not frag! 😉

Zum Rollerfahren – sei nicht zu Europäisch, passe dich dem Verkehr an. Lass dich treiben, aber übertreibe nicht.

Tulamben

Mein erstes Ziel war im Norden der Ort Tulamben – also bin ich gegen den Uhrzeigersinn um die Insel gefahren. 3 Stunden sollte es dauern, hat etwas länger bei mir gedauert. Es gibt aber auch so schöne Plätze an denen man anhalten muss!

Fun Fact: Schaut euch mal Bali auf der Karte an – sieht es nicht aus wie ein Huhn das ein Ei legt?

Meine Tauchbasis und Unterkunft zu gleich war Dive Concepts in Tulamben. Warum ich hier unbedingt tauchen wollte? Wegen dem Wrack USAT Liberty – das Wrack ist von Land aus erreichbar und liegt nicht sehr tief, daher auch ideal für Anfänger geeignet. Viele der Tauchbasen machen hier sogar Ausbildungstauchgänge.

Wenn du bisher noch nicht tauchen warst, solltest du es hier machen. Gibt sonst eh nichts zu sehen im Ort. Ort ist gut, an sich nur eine Straße an der links und rechts Tauchschulen sind.

Ubud

Nach dem Tauchtrip ging es in die Inselmitte, nach Ubud, um etwa Sightseeing zu unternehmen. Ich wollte ja auch ein wenig von dem Land mit bekommen und nicht nur vom Wasser, was es umgibt 🙂

Eins solltest du wissen über Indonesien: Im März / April ist es wie in der Karibik, es wird regnen. Ist aber nicht wie im deutschsprachigen Raum, bei der die Wolke kommt und den ganzen Tag sich langsam entleert – nein, das ist eher wie ein Hardcore-Durchfall-Regenguss. Tore auf und raus mit dem Wasser – kann 5 Minuten dauern, kann aber auch mal ne Stunde oder länger sein. Such dir was zum unterstellen!

In da Lodge war das Hostel meiner Wahl und im Ort kann ich den kleinen Laden “Rococo Warung” empfehlen zum Frühstück – wenn du Avocado magst, nimm das Sandwich. Lögga!

Achtung beim Kaffee – indonesischen Kaffee immer gut umrühren, sonst setzt sich viel “Prütt” ab (Prütt = Kaffeesatz Ablagerung)

Und direkt mein nächster Tipp für Ubud und Umgebung – schau dir einen der umliegenden Wasserfälle an. Dort wo ich war, war es ein Traum!

Minimaler Eintrittspreis, ein eigener Führer auf Trinkgeldbasis – dafür war ich allein mit ihm unterwegs und hatte 2 super schöne Wasserfälle für mich allein, die ich ohne einen Ortskundigen nie gefunden hätte. Das geniale war – in einem Canyon war eine Schaukel angebracht – perfekte Location für ein Fotoshooting 😀

Du solltest bei deinen Trips immer Badeklamotten drunter haben, nicht nur um gegen die Regenfälle gewappnet zu sein sondern auch für spontane Durchquerungen von Flüssen.

Auch in Ubuds direkter Umgebung sind die “Tegallalang Rice Terraceses” – das sind kleine Reisfelder, welche terrassenförmig auf mehreren Ebenen angelegt wurden. Du kannst gerne diese direkt erkunden und die Riesenschaukel, welche über das Tal schwingt, nutzen.

Ich war dafür zu faul – ich wollte die Terrassen von weitem und im Ganzen sehen und nicht mitten drin stehen und die Schönheit nicht mehr sehen zu können.

Dabei habe ich gemütlich meinen Kaffee geschlürft, während ich ihn immer wieder umgerührt habe und habe dem treiben in den Terassen zugeschaut.

Was sich meiner Meinung nach nicht lohnt, ist der Affenpark “Sacred Monkey Forest Sanctuary”. Kostet unnötig Eintritt – okay, man sieht ein paar Affen, welche entweder Angst haben und abhauen oder dich beklauen wollen. Ansonsten hat der Park nicht viel zu bieten. Aber wie immer – deine Entscheidung, das ist nur meine Meinung dazu 🙂


So, dass war der erste von zwei Parts.

Wie hat dir der erste Einblick in Indonesien gefallen? Hast du noch weitere Tauch-Tipps für Bali selbst?

Ich weiß, dass ich viel verpasst habe – was muss ich mir beim nächsten mal unbedingt anschauen?

Lass es mich in den Kommentaren wissen

Bis dahin + Gruß
Marcel

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