Kartfahren – Warum Rennanzüge gut sind!

KartfahrenGemacht: ~7x

Einmal den Rausch der Geschwindigkeit mit Freunden erleben. Die Geschwindigkeit, die Kurven und die Überholmanöver können dabei einiges abverlangen.
Und wer steht am Ende auf dem Siegertreppchen? Du?

Kartfahren - Die ArbeitsmittelNach den ersten Runden kennst du nun die Strecke. Geradeaus, links, links, rechts, geradeaus … Wann muss man bremsen, wann Gas geben und wie kann man die Kurve am besten nehmen.
Du kennst deinen Vordermann. Der hält dich nur unnötig auf – Überhole!
Zeig der lahmen Krücke wie das geht. Aber überlege dir eine geeignete Stelle und sei fair – das ist nicht Mario Kart!

Bei den Kurven gibt es zwei Arten. Die U-Kurven können meist bis zum Scheitelpunkt eingebremst werden und danach kann man wieder Gas geben.

Die anderen, flacheren Kurven können meinst ohne Bremsen durch fahren werden.
Je schneller man unterwegs ist, desto mehr Körperspannung in den Kurven wird benötigt. Nicht zu vergessen die Konzentration – wie ist die nächste Kurve? Links? Rechts? Gas?

Meine letzte, und wohl aufregendste, Erfahrung auf der Rennstrecke war das jährliche 24 Stunden-Rennen der Touristik.

Kartfahren - Ich bin bereit - hupp huppKartfahren – für mich nix neues. Aber ein 24 Stunden-Rennen ist was anderes. Ich war das erste – und sicher nicht das letzte – Mal dabei.

Vierundzwanzig Stunden – hört sich erst mal verdammt krank an – isses auch ein bisschen.

Jeder Fahrer darf maximal 30 Minuten am Stück fahren: Bei einer Rundenlänge von ~30 Sekunden kommen da schon ein paar Runden zusammen.
Und kurvenreich ist die Strecke dazu…

Neben den heißen Reifen braucht man auch ein Plätzchen zum Knacken. Kein Problem – es gibt einen Ruheraum mit ein paar Sofas. Hat man ein großes Auto, kann man auch super dort schlafen… – Oder man kommt wie ich zu spät und schaut, was noch zu bekommen ist.
Ich ergatterte mir ein Plätzchen in der Rennhalle. Hinter einem Geländer habe ich es mir gemütlich gemacht, was den Lärm allerdings nicht erträglicher machte.
Benzingeruch und der Duft von Gummi gaben mir den Rest was Koppinne angeht.

ABER – ein hoch auf die Wissenschaft – es gibt Pillen für sowas. Also für die Kopfschmerzen – nicht für den Grandiosen Schlafplatz.

 

2 Erlebnisse aus den 7 Turns sind mir besonders in Erinnerung geblieben:

#1

Kartfahren - Die Rennrunden aufgelistetBei 2 Runden die Minute kommen einige Kurven zusammen. Das ist harte Arbeit! Zum einen körperlich, da die Kurven einiges abverlangen und zum anderen geistig, da man durchgehend konzentriert sein muss. Wie ist die nächste Kurve? Gas, Bremsen, lenken?

In einer Kurve wollte ich zu viel – schneller sein. Zu schnell in die Kurve, keine Körperspannung – zack, seitlich in die Planke geknallt. Zähne zusammenbeißen und weiter. Den Schmerz in jeder Linkskurve wurde rausgeschrien.
In den nächsten Turns gab es dann Polster, die ich mir zwischen Rippen/Rücken und Sitz gequetscht habe – es hilft ungemein, wenn man mal irgendwo gegen donnert. Und trotzdem spürt man es nach Wochen noch immer. Meine Prellung hat mir noch 3 Wochen Spaß bereitet, aber Unkraut vergeht nicht. Der Schmerz ist weg, aber das Erlebnis bleibt!

#2

Gegen 3 Uhr kurvte ich meine Runden, als ich plötzlich etwas Verbranntes roch, was sich in der ganzen Halle bemerkbar machte. Während der Fahrt hat man nur ein Bruchteil von Sekunden um die Geschehnisse am Streckenrand zu sehen, aber mir fiel nichts Verdächtiges auf.

Kartfahren - Kart Rock CafeEine weitere Runde später stank es noch immer.

Auf einmal eine schwarze Flagge – was nix Gutes bedeutet. Diese wird in der Regel wegen unfairem Verhalten oder einem Regelverstoß gezückt. Ggf. wird die Person sogar disqualifiziert.
Die schwarze Flagge galt mir – warum werde ich disqualifiziert? Ich habe niemanden aufgehalten, mich bedankt beim Überholen und niemanden wissentlich geschnitten.
Der Streckenposten schrie mich an, ich soll sofort aussteigen.
Verdammt – was hab ich falsch gemacht? Und warum ist mein Rücken so warm? Und warum ist da noch ein Streckenposten mit einem Feuerlöscher?

Kaum, dass ich die Situation richtig einschätzen konnte, wurde ich zu Boden geworfen – oder habe ich mich selber hingelegt? Ich merkte nur Schläge auf dem Rücken.
Laut Streckenposten stand ich kurz in Flammen, wurde aber durch Decken schnell gelöscht.
Anschließend wurde das Kart begutachtet. Nichts zu sehen. Ich durfte dann erstmal weiter fahren.

Kartfahren - Rennanzüge sind gut - abgefackelte HoseAm Ende stellte sich heraus, dass ein Träger meiner Latzhose sich gelöst hatte und in den Motor kam. Der Träger ist abgefackelt und die Flamme auf dem Rücken kam wohl von Flusen des T-Shirt die abgeflammt sind. Keine Löcher im T-Shirt, keine bleibenden Schäden davon getragen. Ich hatte nichts außer dem warmen Gefühl auf dem Rücken. Also alles halb so wild.

Dennoch mein Tipp: Achtet drauf, dass bei euch nichts rumbaumelt. Kein Schal, kein extra langer Pulli und auch keine Latzhose!

Für die kommenden Runden wurde mir dann auch ein Rennanzug-Overroll-Ding gestellt. War ein bisschen sicherer als die Latzhose – Nicht, dass sich der zweite Träger auch noch gelöst hätte und ich ohne Hose nach Hause gefahren wäre.

 

Video

Komm und fahre ein paar Runden mit mir mit – Kollisionen inbegriffen!


Karte

Auf der Karte habe ich mit Hilfe von Google mal ein paar Kartbahnen in Deutschland herausgesucht. Die Liste wird sicherlich nicht vollständig sein.

Hilf mir die Liste aktuell zu halten. Schreib mir wenn ein Kartbahn fehlt, eine geschlossen hat oder du sonst irgendwelche Infos für mich hast: mail@normalerwahlsinn.de


 

Infos zum 24 Stunden Rennen der Touristik: http://www.go24kart.de/

Hast du Bock ein paar Runden selber zu drehen?
Dann schau doch mal hier vorbei:


www.mydays.de

 

Fazit

Preis: ~30 – 40,- Euro
Dauer: ~ 1 Stunde
Spaß/Adrenalin: 6/10

Kartfahren ist eine geniale Sache, welche nicht unterschätzt werden sollte. Man wird sicherlich die Arme und die Rippen am Abend oder am nächsten Tag spüren. Auch wird man durchgeschwitzt sein – aber man hat viel Spaß dabei und wer will nicht den Freunden zeigen wer schneller ist.
Meine Empfehlung: Danach mit alle Mann/Frau essen gehen. Bei gutem Essen kann man dann über die Unfälle und Überholmanöver diskutieren – du kannst einen Tag nicht besser ausklingen lassen. Aber vorher eine Dusche genehmigen

Was für Tipps hast du noch fürs Kartfahren? Wo ist die beste Kartbahn deiner Meinung nach?
Schreib es in die Kommentare.

So, jetzt aber hoch mit dir und genieße das Wochenende. Häng mit Freunden ab, hänge Sie ab beim Karten und quatscht bei Pasta über die lahmen Enten.

Erzähl mir am Montag, wie geil es war!

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