Kuba – Warum du unbedingt heute hin solltest! (Teil 2)

Kuba - Vinalles

Und weiter geht unsere Reise durch das schöne Land Kuba. Beim letzten Mal habe ich dir ein paar allgemeine interessante Infos zu Kuba an die Hand gegeben und dich auf eine Tour durch Havanna mitgenommen.

Erlebe weitere spannende Momente auf Kuba – diesmal nehm ich dich auf eine Fahrradtour, zu einem einsamen Strand und in den Dschungel mit.

Und los geht´s!


Vinales

Kuba - Vinalles // Dos HermanasVon Havanna ging es Richtung Pinar del Rio – genauer gesagt nach Vinales.
Der einfachste Weg führte über die Autopista – eine Art Autobahn. Oder Bundesstraße. Naja, vielleicht nach deutschem Maße auch etwas anderes.
Schnell fahren ist aus mehreren Gründen nicht drin:

  1. Du bist im Urlaub – Also nießen. Natur genießen ist angesagt!
  2. Kuba - VinallesEs gibt da das ein oder andere Schlagloch auf der Straße
  3. Kleine Brände sind am Straßenrand keine Seltenheit. Das Feuerchen scheint zwar kontrolliert gelegt worden zu sein, es sieht jedoch so aus, dass es die Kontrolle verliert. Niemanden hat es interessiert. Anscheinend normal für Kubaner. Die Rauchschwaden ziehen über die Straße hinweg mit nahezu null Sicht…
  4. Kuba - Vinalles // Hotel La ErmitaAm Straßenrand stehen Leute, die Torten oder sowas ähnliches verkaufen.
  5. Tramper!
    Da die wenigsten Kubaner ein eigenes Auto besitzen, wird viel getrampt.
    An Brücken solltest du besonders vorsichtig fahren. Am besten du fährst auf der mittleren Spur. Viele Tramper stehen links und rechts an der Fahrbahn und warten oft unter den Brücken im Schatten auf eine Mitfahrgelegenheit. Hier gilt zur eigenen Vorsicht: Auch wenn es hart ist, und man gerne helfen würde, nehmt keine fremden Fahrgäste auf. Kubaner erkennen durch bestimmte Farben der Nummernschilder, ob ihr ein Tourist seid oder nicht.

In Vinales kannst du eine schöne Fahrradtour machen. Denk dabei nur an eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser – die Sonne kann ganz schön knallen.
Fahrräder können im Ort geliehen werden und eins kostet 0,75 CUC die Stunde.

Sonnenuntergang // Vinalles (Kuba)Eine Tour bis zu Dos Hermanas ist a) nicht weit und b) lohnt die sich. An sich ganz einfach und für jeden etwas. Die Straße nur geradeaus vom Fahrradverleih – weg von der Stadt. Irgendwann dann rechts abbiegen und dem Schotterweg bis zum Ende folgen. Dabei freundlich den Pferden und Eseln am Wegesrand zuwinken.

Bei Dos Hermanas ist auf einer riesen Felswand ein prähistorisches Bild aufgemalt. Wer hat es dort hin gemalt? Und warum?
Historisch kulturelles Zeug gemacht = Check!

Raucherpause // KubaLässt es die Kondition zu, solltest du einen Umweg zurück durch die saftig grünen Felder machen.

Vom Hotel Horizontes La Ermita hast du eine gigantische Aussicht auf das schöne Tal und beim Abendessen wirst du einen der schönsten Sonnenuntergänge erleben.
Romantik = Check!

In der Hotelanlage konnte ich einmal mehr die Freundlichkeit der Kubaner kennenlernen.
Ein Gärtner hat mich beim Rauchen gesehen und mich per Handzeichen nach Feuer gefragt. „Klar, kein Ding. Hier, das Feuerzeug schenke ich dir. Hab noch eins“ war die grobe Antwort von mir.
Kurze Zeit später kam er wieder und schenkte mir eine Handvoll Zigarren – das waren so 6-10 dick gerollte Zigarren. Seine Familie dreht die Zigarren selber und verkauft die normalerweise.
Coole Aktion.

 

Maria La Gorda

Vorab – wenn du nicht tauchst oder wenn du nicht ganz alleine an einem Strand sein möchtest, dann lohnt sich der Abstecher für dich nicht!

Kuh am Strand // Maria La Gorda (Kuba)Nach nur einer Nacht in Vinales ging es für uns weiter in den Westen der Insel.

Einen kleinen, aber schönen Umweg, haben wir Richtung Maria La Gorda eingeschlagen – auf einem Highway mitten durch die Pampa.
Highway hört sich gut an, aber so eine zerstörte Straße wirst du in Deutschland sicherlich nicht finden. Es war ein Schlaglochfestival mit etwas Teer dazwischen.

Traumstrand // Maria La Gorda (Kuba)Egal – diese Strecke war es wert. Genau sowas will man doch erleben, wenn man in ein anderes Land fährt! Das grüne und fast unberührte Kuba in seiner ganzen Schönheit. Schau dir die Fotos an und entscheide selber.

Nach ca. 5 Stunden sind wir in Maria la Gorda angekommen und haben uns für 2 Nächte in einem alleinstehenden Bungalow – mit Eidechsen – eingenistet.
Das Hotel ist abseits von der restlichen Zivilisation und somit ist der Strand recht verlassen. Man könnte fast sagen, dass man einsam ist – es verliert sich schnell. So konnten wir den Abend gemütlich am Strand ausklingen lassen und der Sonne beim Versinken im Meer zusehen.

Super Sonnentergang!

Eine freilaufende Kuh hat sich dann nur in das Sichtfeld geschoben und es war nur noch die Silhouette einer Kuh zu erkennen. Wo erlebste sowas lustiges? 😀

Traumstrand - Kokosnusspalme // Maria La Gorda (Kuba)Ansonsten kannst du in dem Ort / Hotel nichts machen, außer am wunderschönen Strand im Schatten einer Palme liegen oder im kristallklaren türkisen Meer schwimmen oder tauchen gehen.

Aber pass beim Relaxen auf, dass dir keine Kokosnuss auf den Kopf fällt!

Ein Tauchspot führt dich mit dem Boot heraus. Bei 30 Meter Tiefe geht es runter durch Höhlen und an bunten und fischreichen Riffen vorbei.
Traumstrand // Maria La Gorda (Kuba)Neben Muränen und Feuerfischen kannst du auch Schildkröten beim Tauchen begrüßen. (2 Tauchgänge = 84,- CUC)

Zum Strand – so geil der ist und so schön die Kokospalmen dort rumstehen, so garstig ist der Strand auch im Detail. Im Sand sind einige Sandflöhe unterwegs (vielleicht Jahreszeit abhängig) und die Viecher können beißen – holla die Waldfee.

 

Las Terrazas

Dschungel Weg // Las Terrazas (Kuba)Nach Maria La Gorda sind wir spontan nach Las Terrazas gefahren, da Isla de Juventud wegen der Fährenzeiten nicht möglich war. (Autofähre ging immer um 19 Uhr und dauerte 6 Stunden und das Schnellboot ging nur morgens und dauerte 3 Stunden)

Die Fahrt von Maria La Gorda entlang der üste, gestaltete sich als schwieriger als erwartet. Die Straße wurde durch eine Krebsinvasion überrannt. Zig Millionen Krebse haben sich gedacht, machen wir doch mal eine Krebs-Volks-Wanderung über die Straße.
Gib also acht wenn du hier her fährst.

Dir wird auffallen, dass im Westen Kubas die Kühe etwas abgemagert aussehen und die Gegend eher spartanisch aussieht. Je weiter du in den Osten der Insel fährst, desto wohlgenährter werden die Kühe auf dich wirken und die Gegend wird auch heller, freundlicher und wohlhabender.

Banes de San Juan // Las Terrazas (Kuba)Ein Fakt zwischendurch: Eine Tankfüllung (~ 35 Liter) haben ca. 45,- CUC gekostet.
Dabei habe ich den Kommunistischen Staat kennengelernt – vielleicht war es auch nur normale Paranoia.
Bezahlt habe ich mit einem 50,- CUC Schein.
Der Tankwart hat sich dann meine Führerscheinnummer, meinen Namen, Nationalität, die Banknotennummer und woher ich komme und wohin ich unterwegs bin aufgeschrieben.
Warum auch immer. Vielleicht um die 50 CUC in CUP tauschen zu dürfen. Wer weiß. Egal!

Las Terrazas (Kuba)In Las Terrazas angekommen, konnten wir im Hotel Moka gerade noch ein Zimmer ergattern – angeblich war es fast ausgebucht. Gehe ich davon aus, muss das Zimmer eins der eher schlechteren gewesen sein.
Wenn dem so war, müssen die anderen Zimmer mega geil gewesen sein. Warum? Weil unser Zimmer schon gigantisch war. Ein riesen Panoramablick aus dem Schlafzimmer runter auf das Tal wurde geboten – das Gleiche auch aus dem Badezimmer heraus. Einfach nur wow.

Dschungel Weg // Las Terrazas (Kuba)Um Las Terrazas gibt es nur eine Besonderheit – Bäume. Viele Bäume.
Viele Bäume sind ein Wald oder ein Dschungel – so wie in diesem Fall. Und wenn dann da noch Wege durchgehen, dann kann man da auch her spazieren. Vielleicht auch Wandern. Aber mit Wandern verbinde ich immer festes Schuhwerk und Socken. Und da ich während meines Kuba Aufenthaltes so ziemlich 100% ohne Socken und in Flipflops rumgewandelt bin, konnte ich Wandern nicht testen.

Wohlgenährte Kühe - oder sowas in der Art // KubaDas Ziel im Dschungel war ein Wasserfall – optimistische 20 Kilometer wurden für den Marsch eingeplant. Konnten wir leider knicken! Da einige Wege voll Gestrüpp waren und ich nur in T-Shirt, kurze Hose und Flipflops unterwegs war.

Dafür haben wir alle verlassene Gebäude im Dickicht gefunden. Von einer Schnapsbrennerei bis hin zu einem alten Gebäude und einer Tabakplantage aus der Kolonialzeit. Der Duft des alten, mysteriösen und Entdeckertums lag in der Luft.

Forschen = Check!

Gibt allerdings Acht, denn hier ist die eine oder andere Schlange unterwegs. Wildnis und Abenteuer pur!

Lustige Hütten bei Banes de San Juan // Las Terrazas (Kuba)Nach dem Dschungel haben wir uns nach zu Banes de San Juan aufgemacht. Durch das Gebiet schlängelt sich ein herrlicher Fluss mit vielen Stufen in dem du wunderbar plantschen und dich nach einem langen und heißen Tag erfrischen kannst. Wenn du eine kleine Pause vom Plantschen möchtest, kannst du dies an einem der zahlreichen Grillplätze drum herum machen.

Am Ende des Tals steht ein sehr skurriles Haus. Die Zimmer waren alle einzeln und auf Baumstämmen hoch in die Luft gestellt. Viel mehr als nur ein Bett konnte in den Zimmern nicht drin sein.


Das war die Fahrradtour durch das grüne Tal Vinales, der Besuch am einsamen Strand von Maria La Gorda und der Spaziergang durch den Dschungel von Las Terrazas.

Ich hoffe, dass ich deine Phantasie anregen konnte und du nun mit dem Gedanken spielst nach Kuba zu fliegen.
Lass es mich doch am besten in den Kommentaren wissen oder stell mir eine Frage, wenn du mehr Details wissen möchtest.

Im dritten und letzten Teil zeige ich dir die Schweinebucht, einen wunderschönen Wasserfall mitten in der Walachei, ein malerisch schönes Dorf, das Paradies auf Erden und die Touristenhochburg von Kuba.

Bis dahin – mach was aus deiner Zeit!
Greetz

Marcel

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