Kuba – Warum du unbedingt heute hin solltest! (Teil 1)

Oldtimer sind keine Seltenheit // Havanna (Kuba)

Musik liegt in der Luft // Havanna (Kuba)Hola – im Mai 2011 war ich auf Kuba und habe mir in 16 Tagen den halben kommunistischen Staat angesehen. Also die halbe Insel – der Staat ist schon ganz & komplett kommunistisch.

Ich zeige dir heute und in den nächsten Wochen, warum sich diese Reise lohnt und vollkommen ungefährlich ist. Schau dir das Land richtig an und lass die Kultur auf dich wirken. Nur am Pool hängen kannst du auch auf Malle, dafür muss du nicht bis nach Kuba!
Warum du lieber heute anstatt morgen fahren solltest, verrate ich dir sofort.

Die bunten Straßen Havannas werden dich verzaubern // Havanna (Kuba)Ich lass die politischen Details mal weg und mache es kurz. Die US & A´ler (Amerikaner) dürfen wieder nach Kuba einreisen und dort Urlaub machen. Das durften Sie eine lange Zeit nicht. Unser Umstieg fand daher damals in Kanada, und nicht in den USA, statt. Was sich für einen leckeren Bagel, und das Anschauen von Eishockeyspielen in der Hotelkneipe, gelohnt hat.

Kanada: Check

Das pure Leben in den Straßen von Havanna // Havanna (Kuba)Weil Kuba so super nah ist, machen das nun viele Amis und jetten mal kurz rüber.
Kuba ist für die, wie für uns Spanien oder die Türkei.

Des Weiteren ist Kubanern jetzt der Handel etwas mehr erlaubt – was die ursprüngliche Schönheit Kubas zunichtemachen könnte.

Die grobe Route und fast alle Hotels haben wir zuvor über www.cubatravelnetwork.com gebucht. Vor Ort gab es auch keine Probleme mit den Buchungen, so dass der Urlaub zu einem wahren Urlaub wurde.

Knallbunte Oldtimer sind keine seltenheit in den Straßen Havannas // Havanna (Kuba)Auf Kuba wird mit Peso bezahlt – das verwirrende ist, es gibt 2 Währungen auf der Insel. Einmal den Kubanischen Peso (CUP) und einmal den Peso convertible (CUC).

In meinem Reiseführer und bei Wikipedia gibt es dazu eine Erklärung. Da ich die Erklärungen dort aber teilweise verwirrend finde, versuche ich es mal mit meinen eigenen Worten zu erklären.
Der Kubanische Peso (CUP) ist die Währung der Einheimischen. Der Peso convertible (CUC) ist die Währung für die Touris. (Ist nicht ganz korrekt, aber im groben stimmt es).
Der CUP ist weniger Wert als der CUC – und hier fängt die Verwirrung an.
Die Preise in den Läden sind immer ohne Währungsangaben ausgeschrieben. Du zahlst also fix 10,-. Ob CUC entscheidet sich dann an der Kasse, je nachdem was du dabei hast.
Kubaner freuen sich demnach, wenn du mit CUC zahlst, da haben die mehr von.

 

Havanna

Der Internationale Flughafen von KubaRaus aus dem Flieger, rein in eine komplett andere Welt. Die ersten Eindrücke waren schon unglaublich. Die Reise begann in der Hauptstadt Kuba´s – im wunderschönen Havanna. Da wir erst im Hotel einen Mietwagen gebucht hatten, mussten wir irgendwie in die Stadt kommen.
25,- CUC hat die Taxifahrt vom Havanna International Airport bis zum Hotel Parque Central gekostet. Was für die Strecke ziemlich okay ist.

Bunte Häuser & Oldtimer - das ist HavannaAm ersten Tag zog es uns durch die wunderschönen Gassen Havannas. „Wunderschön“ und beeindruckend für uns Touristen – einfach und teilweise zerfallene Häuser für Einheimische. Genau das macht jedoch den Charakter der Stadt aus. Das Leben pulsiert auf den Straßen und man wird oft freundlich von Kubanern angesprochen. Auch eine Einladung zu einem Salsa-Tanzfest haben wir bekommen – aber dummerweise haben wir diese nicht angenommen. Hier hat ein gewisses Lebensgefühl Priorität und lässt materielle Werte nicht mehr wichtig erscheinen.

Einmal hat uns der Portier des Hotels auf der Straße wiedererkannt und hat uns ein paar Insider Tipps gegeben – z.B. wo man in Havanna einkaufen gehen kann und wo man Geld umtauschen könnte. CUC => CUP.
Auch, dass man niemals über Politik reden sollte – da jeder 5te für den Staat arbeitet.
Für diese Infos wollte er nur die Seife und das Duschgel aus unserem Hotelzimmer haben. Nicht mehr….

Das Leben spielt sich auf der Straße ab // Havanna (Kuba)Die Straßen besprühen dich förmlich mit Leben. Die Farben der Leute, der Häuser und der Autos sind meist knallbunt und „charmant“.
Typisch für Fotos von Kuba/Havanna sind die, auf denen Oldtimer zu sehen sind. Und glaube mir – das ist absolut keine Seltenheit auf Kuba. Noch! Wer weiß, vielleicht verschwinden die jetzt mit der Zeit…
Es scheint oft so, als wäre die Zeit auf Kuba irgendwann mal angehalten worden. Die alten Amerikanischen Straßenkreuzer, diese engen und belebten Straßen – einfach alles irgendwie lässt dich einen gewissen Charme und ein geniales Gefühl erleben. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir wieder warm ums Herz und ich fühle mich wieder wie in den Straßen Havannas…

Am zweiten Tag ging es am berühmten Malecon (Straße an der Küste) bis zur Ave 23 entlang – bis ins alte Mafia Gebiet.
Dort in der Nähe haben wir uns bei einer Eisdiele angestellt und eins der besten Eis ever geschleckt. Lustig war, dass man hier einfach nur Eis bestellt hat, allerdings nicht welche Geschmacksrichtung – das hat man einfach so vorgesetzt bekommen 🙂 (Ich glaub es war Vanille). Das hat die ganze Angelegenheit auch sehr entkompliziert – kein ewiges raussuchen was man nun möchte, nur um am Ende wieder festzustellen, dass das andere bestimmt besser gewesen wäre.

Ein Friedhof // Havanna (Kuba)Gestärkt mit dem Eis im Bauch lag ein längerer Fußmarsch vor uns. Auf diesem Weg waren wir so ziemlich die einzigen Touristen und wir konnten so etwas vom ursprünglichen Kuba erleben. Schulkinder auf dem Weg nach Hause, Einwohner bei ihrem täglichen Leben und all das was man nicht unbedingt in den touristischen Gegenden miterlebt. Granaten stark!

Friedhof oder Park? // Havanna (Kuba)Das Ziel des Fußmarsches war der Friedhof von Havanna – dieser ist uns bei Google Maps bei der Planung besonders ins Auge gefallen und wir wollten uns den ansehen. Eintritt hat 5,- CUC gekostet – aber die haben sich gelohnt. Einen so schönen Friedhof habe ich noch nie gesehen – es kam mir eher wie ein Park mit weißen Skulpturen, nicht wie ein Friedhof.

Auf dem Rückweg kamen wir am Einkaufszentrum Carlos III vorbei. Da bot sich die Gelegenheit, den Vorrat an Snacks und Ron de Cuba aufzufüllen.

Nur eine Straße irgendwo in Havanna (Kuba)Mitten im Center erreichten uns aus der untersten Etage Klänge von guter Salsa Musik, wozu Leute auf einer freien Fläche getanzt haben. Kuba – Hautnah. Das pulsierende Leben – in einem Shopping Center. Hammer!
Malerisch schön ist es in Havanna (Kuba)Nach so einem langen Tag meldet sich irgendwann der Hunger. auch im heißen Havanna. Zwei Restaurants kann ich dir sehr empfehlen.
Das „El Cochinjo“ liegt an der Hauptstraße Paseo de Marti – laut Google Maps heißt das Restaurant heute „La Terraza“. Es ist nur ein paar Meter vom Hotel Parque Central entfernt.
Das Restaurant befindet sich in einer der oberen Etagen des Hauses. Das Besondere an dem Restaurant ist die Lage auf der Terrasse, von wo du einen genialen Ausblick auf Havanna hast. (Besser ist der Ausblick nur vom Hotel Dach des Parque Central). Es ist interessant, wie sich das Leben auch auf den Dächern abspielt. Zwischen Wäscheleinen und alten Möbeln sind wieder tanzende Menschen zu sehen, die ihre Kreise drehen-auf dem Dach!
Straßenverkauf einnmal anders // Havanna (Kuba)Nach dem Staunen zurück zum Essen: Für ein ½ Hühnchen und Kartoffel-Ecken mit einem Salat haben wir 24,- CUC bezahlt. Nicht ganz billig, aber auch nicht teuer.
Das Ambiente war sehr auf Touristen abgestimmt: Gemütlich und ruhig – so wie es einige Touristen gerne haben.

Eigentlich das komplette Gegenteil davon ist die zweite Empfehlung. Schräg gegenüber des Hotels war/ist ein kleiner Italiener – oder so was ähnliches. Es gab zumindest Pizza und Nudeln….
Das Restaurant war sehr spartanisch eingerichtet. Im TV liefen 70er Jahre Musikvideos, es gab dünne Holzstühle und schiefe Tische. Rustikal und es hatte fast den Charakter einer Imbissbude, aber trotzdem sehr gemütlich. Ich habe mich dort zumindest sehr wohl gefühlt.
2 Portionen Nudeln + 1,5 Liter Wasser + 1 Dose Zitronen Limo haben 5,- CUC gekostet.

Ab dem dritten Tag ging es dann mit dem Mietwagen auf große Tour. Der Hyndai aus den 90ern oder 2000ern ruckelte und wackelte – aber er fuhr und hat mehr ausgehalten als wir vermutet haben. Dazu aber später mehr.

 

 


Das war es auch schon mit dem ersten Teil zu meiner Kuba Reise. Heute habe ich dir ein paar Besonderheiten zu Kuba im Allgemeinem gegeben und ich habe dir ein wenig die Hauptstadt Havanna gezeigt.

Ich hoffe es hat dir gefallen. Wenn ja, lass mir doch einen Kommentar da oder empfehle mich weiter. Würde mich tierisch freuen.

Beim nächsten Mal geht die Reise in den Westen der Insel. Ich nehme dich auf eine Fahrradtour, an einen einsamen Strand und mit in den Dschungel auf einen Spaziergang.

Bis demnächst

 

greetz

Marcel

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