Neuseeland – Teil 4

Neuseeland - Der Einsame Berg // Mt. Doom // Der SchicksalsbergRotorua (Neuseeland) - Schlammlöcher aus dennen Schwefel austrittKia Ora mein Freund!

Das heißt Herzlich Willkommen auf Maori und danke, dass du (wieder) den Weg zu mir gefunden hast.

Der letzte Neuseeland Artikel ist jetzt schon etwas her. In den letzten Wochen habe ich dir die krassen Aktivitäten Zorb, Jetboat, Swoop, Flying und Shweeb vorgestellt. Das Alles kannst du im Kurort Rotorua machen. Schöne Entspannung.

Rotorua

Rotorua (Neuseeland) - Erwähmtes Wasser durch Erdwärme soll gut für die Haut sein. Meine Füße sollen schlecht für Wasser sein. Wer gewinnt?Nach so einem erlebnisreichen Tag kannst du diesen in der Einkaufsstraße ausklingen lassen. Entweder beim Shoppen oder bei Bier und Burger in einem Irish Pub. Es gibt zahlreiche Kneipen & Restaurants in Rotorua, um den Abend gesellig zu gestallten.
Für einen letzten Absacker, bevor es in die Koje geht, empfehle ich dir das Pig & Whistle. Eine schön urige Kneipe mit Sport im TV. Hier kannst du dich mit Neuseeländern über Rugby oder andere Sportarten unterhalten.

Rotorua (Neuseeland) - Ein Parl voller Löcher aus denen Erdwärme austrittIn Rotorua gibt es alle namenhaften Hostel-Ketten – hier haben wir uns aber gegen diese entschieden und sind im lustigen Hostel Cactus Jack untergekommen.

Das Gute an Hostels ist, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, Deutsche zu treffen. Das Schlechte an Hostels ist, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, Deutsche zu treffen.
In Neuseeland und Australien sind viele Deutsche unterwegs – die Meisten sind Anfang/Mitte 20. Und von denen machen die Meisten ein Jahr Auslandsaufenthalt – Work & Travel oder Auszeit vor dem Job.
Dass man hier auch Urlaub machen kann, können sich die Wenigsten vorstellen. Warum?
17 Tage reichen für die Nordinsel – 21 Tage also für einen Urlaub, den man nicht so leicht wieder vergisst.

Der Eingang zu einem Marae (Maori Dorf) // NeuseelandWenn du einen Abend einschieben kannst, dann solltest du einen Ausflug zum Maori Village buchen.

Du wirst abends mit einem Reisebus von deinem Hostel oder einen Sammelpunkt abgeholt und auf dem Weg zum „Tamaki Maori Village“ wird der Reiseleiter Infos über die Regeln des Eintretens in eine „marae“ (Dorf) geben. Hierzu müssen alle Bus-Insassen einen repräsentativen Anführer wählen.
Dieser Häuptling hat nun einige wichtige, aber harmlose, Aufgaben zu erfüllen.

Man muss den Tanz der Maori bestehen und Respekt zeigen um ins Dorf zu kommen // NeuseelandAm Dorf angekommen, muss sich der Häuptling des Busses gegenüber den Dorfeinwohnern als würdig erweisen. Hierzu muss er sich bedrohenden Gesten eines Kriegers stellen und ein Friedensangebot bieten. Nein, nicht seine Ehefrau. Diese Bürde hat nur er zu tragen 😀

Der Krieger bewegt sich wie bei einem Tanz und streckt, zur Verachtung gegenüber des anderen Häuptlings, die Zunge raus. Mit dem Speer wird auch noch etwas rumgefuchtelt. Verkneif dir das Lachen – sonst wirst du abgeführt 😉

Unser Häuptling legt den Maori ein Friedensangebot vor // NeuseelandNachdem das Ritual vorbei ist und der (Bus) Häuptling sich als würdig erwiesen hat, darfst du das Dorf betreten und dir wird in einem kleinen Saal die Geschichte der Maori erzählt. Natürlich darf der berühmte Haka Tanz nicht fehlen. Den kennst du bestimmt. Das ist der Tanz, den die All Blacks (Rugby Mannschaft) vor jedem Spiel tanzen.

 

Hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=XPHeJd2T12M
Wir lernen den berühmten Haka Tanz // NeuseelandAm Ende der Aufführung wird die große Reisegruppe in mehrere kleine Gruppen unterteilt, um das Leben der Maori noch ein wenig näher zu bringen. Hierzu gibt es im Dorf einzelne Stationen, an denen jeweils etwas anderes vorgestellt wird.

Du wirst lernen wie die Maori Musik machen, was typische Spiele sind, wie das Handwerk der Maori ist und wie Kleidung hergestellt wird.
Und an einer Station lernst du, natürlich, den Haka (voll geil) – lass das unbedingt von jemandem filmen, während du den Tanz erlernst. Das ist großartig!

Musik

Spiel

Tanz

So kochen / Gären Maoris ihr Essen // NeuseelandKurz bevor es zum abschließenden Abendessen geht, wird demonstriert wie die Einheimischen ihr Essen zubereiten.
Die kochen das.
Aber nicht wie wir. Backofen auf, rein, fertig. Neeeeeee.
Die Maori heben dazu ein Loch aus, schmeißen dort heiße Steine rein und oben drauf kommt das Essen das gegart werden soll. Abschließend wird wieder Erde drauf geschüttet und das Ganze köchelt/schmorrt jetzt 6 Stunden vor sich hin.

Und genau dieses Essen wird dir jetzt serviert und du darfst alles probieren. Fleisch, Gemüse und Reis. Obst natürlich auch – das wurde aber nicht gekocht/gegart, sondern frisch gepflückt.
Natürlich gibt es am Ende auch reichlich Nachtisch. Hau dir also nicht vollends den Bauch voll und lass noch etwas Platz für die süßen Sünden.

Geschmäcker sind zum Glück verschieden – daher hier mein Fazit zum Essen: Es war gut!

Etwas rauchig. Nichts Besonderes, aber gut!

Das Marae (Maroi Dorf) bei Nacht // Neuseeland
Lake Taupo

Lake Taupo (Neuseeland)Von Rotorua geht es nun weiter in den Süden der Nordinsel – ab nach Lake Taupo.
Taupo ist an sich ist eine unscheinbare Stadt – hier kannst du etwas am See chillen und den einsamen Berg in der Ferne beobachten. (Dazu später mehr)

Du kannst dich auch einer der vielen Extremsportarten hingeben die es hier gibt. Adrenalinkick garantiert!

Die Huka Falls bei Lake Taupo (Neuseeland)Von Fallschirmspringen, über Bunge und Swinnging ist hier alles vorhanden.
Am nahe vorbei fließenden Waikato Fluss kannst du mit einem Speedboot über den Fluss jagen – bis zu den Huka Falls. Egal, ob du in Agroventures mit dem Jetboat gefahren bist, dies ist ähnlich und vollkommen anders.

Kann ich nur empfehlen – egal bei welchem Wetter. Bei uns hat es geregnet – aber das war vollkommen egal. Wir wurden so oder so pitsche patsche Nass.
Die Renngurke benötigt nur 10 cm Wasser um loszulegen. Und wenn die Maschine mal auf Vollgas ist, dann spürst du den Wind um die Ohren – aber holla die Waldfee.

By the way: Geiler Burgerladen in Aachen (Holla die Waldfee)

Das Geniale an diesem Boot ist, dass es eine 180° Drehung machen kann. Mit Vollspeed in die Kurve und dann fast auf der Stelle zum Stillstand. HAMMERHART.
Der Captain des Schiffs fährt auch gerne sehr nah an Felsen vorbei – da denkste dir auch nur noch WTF. o.O wie knapp das immer aussah und vielleicht auch war. 😀
Am Ende sind wir und die Rennsemmel heile an Land angekommen.

Die Huka Falls bei Lake Taupo (Neuseeland)Möchtest du etwas vom Adrenalin runter kommen, dann solltest du dir die Huka Falls zu Fuß ansehen. Hier strömt der Fluss durch eine Verengung und es sieht gigantisch aus, wie viel Wasser da durch gepresst wird. Du stehst dann da so und denkst einfach nur noch „ehhhmmm, wow…..“.

Nach so einem Actionreichen und vollgestopften Tag, meldet sich dann auch irgendwann der Hunger. Hier kann Taupo mit den unterschiedlichsten Restaurants punkten. Du findest hier asiatische, europäische und amerikanische Küche, so wie die Standards wie McD und BK.
Probier ruhig mal was Neues aus – du wirst überall etwas Leckeres zu essen finden!

Wenn du anschließend noch einen Cocktail oder dich durch die unterschiedlichsten Biersorten trinken möchtest, dann wirst du dich sicherlich gut aufgehoben fühlen, in einer der zahlreichen Bars.

So wie in Rotorua, findest du auch hier alle Namenhaften Hostel-Ketten. Such dir dein Lieblingshostel aus.
Wir haben uns für das x-Base entschieden – die Hostel-Kette hat mich noch nie enttäuscht und ich komme jederzeit gerne wieder.

Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg

Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Auf dem Weg nach Wellington mussten wir einfach bei dem einem bekannten Berg Halt machen. Nach dem Mount Everest ist dies bestimmt der bekannteste Berg überhaupt.
Im Tongariro Nationalpark steht er – Mount Doom oder auch der Schicksalsberg. Der eine Ring musste hier versenkt werden. Und das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. NERD Alarm…
Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Auf dem Weg zum Berg sind wir immer wieder angehalten und haben Fotos gemacht. Nach ein paar Foto-Shootings bemerkten wir aber, dass das gar nicht der richtige Berg war, den wir fotografiert hatten. -.-‚ (peinlich)
Ehhhm…ja guuuut….. knipsen wir halt den anderen Berg.
Wir wollten den Berg so früh wie möglich erklimmen und auch ein paar coole Fotos bei Sonnenaufgang machen. Daher sind wir früh auf dem Campingplatz Tongariro Holiday Park in die Schlafsäcke geschlüpft. ZZzZzzZZzz

Der Morgen vor der erstürmung des Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Der nächsten Morgen – es war nicht sehr freundlich, aber zumindest war es trocken. Es war leider bewölkt, so dass wir das Foto Shooting mit unserem Model nicht machen konnten. *Schade*
Mit dem Auto sind wir bis zu einem Parkplatz auf 1.100 Meter gefahren – ab dort an ging es dann zu Fuß weiter. Die ersten 3 Kilometer waren easy – teilweise auf Holzstegen, viel auf Trampelpfaden und manchmal über den einen oder anderen Felsen drüber. Der Weg war immer markiert, wenn auch nur mit einem Schild auf dem Stand – „da lang“.

Der Wanderweg zum Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Auf diesen ersten 3.000 Metern haben wir 200 Höhenmeter gemacht – also wirklich kaum der Rede wert.
Der erste Streckenabschnitt endete an einem Wasserfall – Soda Springs. Hier kannst du ein kleines Päuschen einlegen und eins der Klos vor Ort nutzen. XD

Ab hier ging es dann richtig los.

Erster Wegpunkt zum Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Ein Warnschild stand da rum: Wir sollen ab hier nur weiter gehen, wenn wir warme und wetterfeste Klamotten und festes Schuhwerk anhatten.
Hatten wir – so ungefähr. Das Schild konnte uns daher nicht abhalten den Berg zu erstürmen.

Auf den nächsten 1.700 Metern sind wir gute 400 Meter höher gestiegen. Es ging nur nach oben. Immer ne Treppe oder einen Stein nehmen – unaufhaltsam nach oben. Gutes Bein und Po Training. Irgendwann lag dann auch weißes Zeug auf dem Boden – die Schneegrenze. Im Oktober. Im Neuseeländischen Frühling. Ja guuut…..

Am Südkrater mussten wir dann eingestehen, dass ein Pulli, Jeans und Turnschuhe nicht wirklich ausreichend sind. Der Wind pfiff da oben schon gewaltig und das weiße Zeug machte es auch noch recht frisch.

Warum stellen die auch keine Warnschilder auf!

Schnee auf dem Weg zur Spitze von Mount Doom // Der Einsame Berg // Der Schicksalsberg (Neuseeland)Als Hobbits hätten wir jämmerlich versagt und den Ring hätten wir wahrscheinlich einfach in den Schnee geworfen. Wir haben den Trip abgebrochen und sind wieder den Berg runter gestiegen. Wir Weicheier.

 

 



Ob wir den Abstieg einwandfrei gemeistert haben und welches Abenteuer wir auf unseren letzten Trip durch Neuseelands Nordinsel erlebt haben, kannst du im nächsten Artikel nach lesen.

Ich würd mich freuen, wenn du auch beim nächsten Mal wieder „einschaltest“ 😉 und bis dahin

 

Kia Ora

Marcel

Folge Marcels Pinnwand „Travel – Neuseeland“ auf Pinterest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*