Andalusien in 7 Tagen – Machbar, aber nicht empfehlenswert (Teil 2)

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Andalusien in 1 Woche. Kann man machen – muss man aber nicht.

Ich habe es gemacht! Eine Woche im Vorspultempo durch Spaniens Süden.
Geil und Erlebnisreich – aber definitiv zu wenig Zeit!

Beim letzten mal habe ich dich mit über das Fischerdörfchen Portman, über die schöne Burg in Almeria, die Stadt auf den Felsen bis knapp nach Málaga mit genommen.

Heute zeige ich dir Tag 4 und 5 der Andalusien Rundreise. Es geht von der Chici Micky Stadt Marbella, rüber zum Affenfelsen bis hin zum Punkt, an dem das Mittelmeer den Atlantik küsst.


Tag 4 – Marbella

Es ging von Benalmádena weiter in den Süden nach Marbella.
Ganz ehrlich – ich weiß nicht warum diese Stadt so gehypt wird. Vielleicht muss man dort mal nen Tag bleiben – mir aber hat es schon nach ein paar Minuten nicht gefallen.
Alles ist so künstlich und versucht auf ete petete zu machen – also auf chic versucht. Wenn du aber etwas genauer hinsiehst, siehst du, dass vieles nur Fassade ist.
Kurzum – hier brauchst du keinen Stopp machen, die anderen Städte lohnen sich mehr!

Kurzer Einschub zu Spaniens Autobahnen – die sind etwas anders als in Deutschland.
Zum einem gibt´s ne Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h. Die Spanier fahren aber im allgemeinem ca. 20 km/h mehr und Kontrollen konnte ich kaum ausmachen.
Die Autos auf Spaniens Autobahnen fahren mit Vorliebe auf der linken Spur. Zudem gibt es teilweise Häuser direkt an der Autobahn – die Auffahrt des Hauses geht auf die Autobahn.
Daher ACHTUNG, vor allem vor Hunden – die kreuzen schon mal gerne die Straße. Ich hatte weder einen Unfall noch habe ich Lebewesen angefahren – es war aber verdammt knapp.

 

Von Marbella ging´s ohne Autobahnnutzung wieder ins Landesinnere nach Ronda – die Stadt auf 2 Felsen.
Ich war an einem Samstag hier und es war sehr voll in der Stadt. Das aber auch zu Recht.
Geparkt habe ich am „Ende“ der Stadt auf dem Bahnhofs Parkplatz. 2,70 EUR für 2-3 Stunden und alles ist super fußläufig zu erreichen.

Ronda ist eine sehr schöne Stadt mit kleinen Gassen und hat eine gigantische Aussicht.
Die Brücke, welche beide Stadtteile über die Felsspalte miteinander verbindet ist ein klasse Fotomotiv. Dazu muss du aber eine laaaaange Treppe runter laufen – und später auch wieder hoch. Es lohnt sich aber!

Vor und hinter der Brücke ist das Gewusel sehr hoch – der kleine Park mit der ältesten Stierkampfarena Spaniens und auch die vielen Gassen mit den kleinen Cafés und Eisdielen zwingen dich quasi zu einer Pause.
Aber nix da – Andalusien in 7 Tagen – keine Zeit zum Ausruhen!

 

 

Auf der Autobahn A7, kurz vor Estepona (von Marbella kommend) gibt es einen kleinen Campingplatz.

Camping Parque Tropical
Ctra- N-340. KM 162

Von außen wirkt der Platz nicht einladend, aber die Einrichtung ist TOP.
Große Klo´s & Duschen, ein überdachtes und sehr sauberes Schwimmbecken, eine Waschküche und ein Restaurant (welches ich aber nicht genutzt habe).
Zusätzlich kann das Personal hier Englisch, was nicht überall auf der Strecke üblich ist.
Parzelle für Zelt und Auto: 18,- EUR.
Die Sonne bei einem Picknick untergehen zu sehen – unbezahlbar. Besser kann ein Tag fast nicht ausklingen.

Route Tag 4 auf Google Maps – leider nicht als interaktive Karte. Ich weiss leider nicht wie das geht 🙁

 

Tag 5 – Gibraltar, Tarifa

Wenn du im Navi „keine Autobahn“ angibst, kann dich das Navi über die mysteriösesten „Straßen“ führen. Schotterwege die durch die Pampa führen gehören dazu.
Mein Weg führt also über Stock und Stein bis zur Halbinsel Gibraltar. Diese gehört zum Englischen Königreich und wenn du dort rüber möchtest musst du deinen Reisepass vorzeigen, klar – du darfst aber dennoch rechts fahren.
Du kannst entweder auf der spanischen Seite parken und rüber laufen oder du fährst rüber. In jedem Fall überquerst du die Start & Landebahn des Flughafens – bissl strange und einzigartig das Ganze, aber anders ist es nicht möglich – außer du schwimmst, aber willst du das wirklich?

Die Halbinsel soll zum shoppen ganz gut sein (Steuerparadies?!) – dazu hatte ich am Sonntag aber leider keine Möglichkeit.
Was du aber definitiv machen solltest ist auf den Affenfelsen hochfahren – entweder selber mit dem Auto oder mit der Gondelbahn.
Oben angekommen empfehle ich dir nichts in der Öffentlichkeit zu essen, nicht mit irgendwas zu rascheln und auch nicht deine Tasche offen zu lassen. Die dort lebenden Affen beklauen die Besucher sehr gerne und freuen sich über jede kleine Gelegenheit. Einen super Ausblick hast du dort oben und bei gutem Wetter soll man sogar Afrika sehen können – ich hatte schlechtes Wetter.

Weiter ging´s zur südlichsten Stadt Europas – nach Tarifa.
Ein Surfer- und Windsportarten Mekka. Der ganze Strand ist voll von Surfern und Kitern. Es ist teilweise so windig, dass man schon fast gesandstrahlt wird.
Tarifa ist auch der Punkt, an dem das Mittelmeer auf den Atlantik trifft. Du kannst quasi von einem Meer ins andere schwimmen.

Und wie jedem Abend heißt es auch am fünften Tag eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Mitten in der Pampa bei Conil de la Frontera ist der Campingplatz Roche.
Ein sehr großer Campingplatz mit Pazellen zum Zelten und Bungalows zum Mieten. Zu nutzen sind: Duschen, ein Tennisplatz, Restaurant, Bar und ein netter & großer Pool.

Preise 2010:
1 Parzelle + Auto + Zelt 15,00 EUR
1 Person                            6,50 EUR
Kinder                                5,50 EUR
Motorrad                           4,30 EUR
Zweites Zelt                       7,50 EUR
Strom                                  5,00 EUR
Hund                                   3,75 EUR
Caravan, Mobilhome, Auto – in Parzelle mit drin
Nebensaison = 43% Rabatt
Mitten in der Saison = 20 % Rabatt
Bungalows lohnen sich definitiv bei dem Preis und der Größe.

Weitere Details unter: www.campingroche.com

Ich habe also runde 12,50 für die Nacht bezahlt.

Route Tag 5 auf Google Maps – leider nicht als interaktive Karte. Ich weiss leider nicht wie das geht 🙁


Das war es auch schon mit dem zweiten Teil der Andalusien Schnell-Rund-Flitz-Reise.
Beim nächsten und letzten Teil der Reise geht es ins spritige Jerez und um Sie will Ja.

Ich wünsche dir ein geniales Wochenende – wenn das Wetter nicht mitspielt, buch dir doch einfach eine Woche Spanien – mehr brauchst du nicht!
Du solltest aber mehr Zeit mitbringen als ich!!

In dem Sinne – gehab dich wohl und greetz

Marcel

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