Tokio kompakt – lohnt sich Tokio überhaupt? (Teil 1)

Tokio // Asakusa - Senso-ji Shrine

Die Hauptstadt Japans – dem Land der aufgehenden Sonne – ist doch nur eine große Stadt!
Ja, stimmt!
Es ist auch zu teuer, Japaner sind verschlossen und die essen nur Fisch.
Stimmt nicht!

Genau davon möchte ich dich heute und in den nächsten Wochen überzeugen und dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben!

Die lange Reise nach Tokio lohnt sich. Es muss nicht immer die Riveria oder Mallorca sein.
Diesen Städtetrip wirst du nicht vergessen und dich immer wieder gerne daran zurück erinnern.

2009 habe ich mich auf die Spur eines Mythos gemacht und eine für mich ganz neue Kultur kennengelernt, welche mich noch heute fasziniert. Und das hat nicht nur mit den tollen Spielhallen und dem sehr skurrilen Bett zu tun, in welchem ich geschlafen habe.

 

Allgemeine Fakten

Es gibt viele Kleinigkeiten, die mir im Alltag aufgefallen sind und die ich dir als harte Fakten an die Hand geben möchte.

  • In Tokio bereitest du dir selten selber dein Essen zu – in Tokio gehst du essen.
    Das liegt nicht daran, dass die Leute hier zu faul oder besonders schlechte Köche sind – es hat viel mehr 2,5 gute Gründe:

    • In Tokio habe ich keinen großen Supermarkt gesehen in dem man sich Lebensmittel kaufen kann. Es gibt Supermärkte, aber dort gibt es bestenfalls kleine Fertigmahlzeiten oder Snacks. Einen europäischen Standard mit gut sortierten regalen und massig Auswahl darf man nicht erwarten – und das ist auch gut so. Alles andere wäre doch langweilig!
    • Es ist einfach un.fass.bar billig. Für 3-4 Euro bekommst du ein hochwertiges Essen von dem satt wirst. In der Regel mit Suppe vorweg und Reis zum Hauptgang. Der Fisch ist gut, es gibt aber auch Hühnchen, Rind und Schwein und vegetarisches Essen, so dass für jeden etwas dabei ist. Dazu schmeckt es auch noch verdammt lecker.
    • Nur ein halber Grund, aber zu schade um es nicht zu erwähnen: In Japan gibt es einen ganzen Industriezweig der sich mit Plastikessen beschäftigt.
      Vor jedem Restaurant steht ein Glaskasten in dem die Gerichte zur Schau gestellt werden. So erhält man eine genaue Vorstellung, wie die Gerichte später am Tisch wirklich aussehen, wenn sie dir vor die Nase gesetzt werden.

Um zu frühstücken, kommst du in den Supermärkten bestens zurecht. (z.B. LAWSON oder 7eleven) Für kleines Geld bekommst du gefüllte „Brötchen“, Getränke und Instant Suppen. Jaja, ich weiß. Suppe am Morgen. Bäh. Aber das ist sogar irgendwie gut und stärkt für den Tag.

Japan - Fertig suppen sind superJapan // Tokio - undefinierbares zum Frühstück. War ganz okay

Japak // Tokio - undefinierbares zum Frühstück. Pizza like nur ganz anders :DJapan // Tokio - undefinierbares Frühstück - kein plan was es war, war aber okay.

 

  • Wasser ist beim Essen umsonst (wie in den USA).
  • Trinkgeld geben ist eine Beleidigung (Das Gegenteil von den USA).
  • Es gibt sehr viele Erotikläden und diese sind vollgestopft mit den schrillsten Sachen. Zum Beispiel gibt es eine ganze Etage nur mit Taschenvaginas. Vom Fußboden bis zur Decke sind die Regale vollgestopft.
  • Japaner sind offene und sehr höfliche Menschen.
    In einem Park hat uns ein Trupp Omis angesprochen und haben uns gefragt, wo wie her kommen und was wir in Japan machen.
    Es stellte sich heraus, dass es eine Englisch Klasse war die einen Ausflug gemacht hat um ins Gespräch mit Touristen zu kommen.Ein anderes Mal gab es ein Japan Day im Asakusa Smile An dem Abend kam auch eine Englische Klasse – diesmal aber jüngere „Schüler“.
    Selbst wenn du mega schüchtern und introvertiert bist, wirst du sehr schnell in interessante Gespräche verwickelt.
    Es wurde sich über Gott und die Welt unterhalten. Was man so macht, wie es in Europa ist und was einen an Japan interessiert. Auch wurden „Vorurteile“ auf den Tisch gebracht und man hat die Wahrheit dahinter erfahren.Das bringt mich zu einem weiteren Fakt.
    Ich habe meine Gesprächspartner meist so alt wie mich oder jünger eingeschätzt (~27 Jahre). Es stellte sich aber immer fix heraus das mein Gegenüber oft 10 Jahre älter war als ich – teilweise auch noch älter.
    Verdammt – wie machen die das?
    Liegt wohl doch an den Instant-Suppen am Morgen ;-)Um noch ein Schlenker auf die Höflichkeit der Japaner zurück zu kommen.
    Wieder in einem Park hat uns ein Obdachloser angequatscht und ich hab mir gedacht „quatsch nicht rum, wat willste? Geld, Zigaretten?“
    Aber weit gefehlt – Der Obdachlose hat uns als Tourist erkannt (Europäisches Aussehen und Kamera haben uns wohl verraten) und er wollte uns nur ein wenig über die Geschichte des Parks und die Bedeutung der Statuen erzählen.
    Wir haben also zugehört.
    Am Ende bedankte er sich freundlich, dass wir ihm zugehört haben und ist gegangen – ohne etwas zu wollen. Keine Zigarette, kein Geld, kein gar nichts – nur ein Ohr das zuhört.

 

So, genug der Fakten für heute!
Jetzt möchte ich dir noch ein paar Stadtteile zeigen und was du dort machen kannst/solltest.

 

Stadtteil – Asakusa

Gesprochen: Asaksa
Japan // Tokio - Das goldene riesen Spermium hat uns immer den Weg geleuchtet
Ein kleines Viertel und etwas abgelegen vom Zentrum, aber von hier aus kannst du jeden Tag dich ins Abenteuer Tokio stürzen.
Es befinden sich hier beide Hostels in denen wir waren – das Asakusa Smile und das Kaspsel Hostel.
Ein Public Bath ist gleich beim Asakusa Smile um die Ecke. Einfach nur die Straße runter – weg vom Stadtzentrum.
Direkt am Fluss Sumida steht ein prägendes Gebäude – vielmehr das Objekt auf dem Dach ist einprägend. Dieses riesige goldene Spermium hat uns immer den Weg nach Hause gezeigt. Karten überflüssig!

Japan // Tokio - Kaminarimon GateDirekt auf der anderen Seite des Flusses ist links das Kapsel Hostel und etwas weiter befindet sich rechts das Kaminarim Gate. Dies ist ein großes Tor mit einem riesigen roten Lampion. Ein guter Eingang zu den Schreinen Hozomon, Asakusa Shrine, Senso-ji und Mitsumine Shrine.
Auf dem Weg vom riesen Lampinon bis zu den Schreinen gehst du durch einen Art Straßen-markt. Hier kannst du unzählige Souvenirs holen. Bist du nur einmal hier, schlage gleich zu!

Japan // Tokio - Hanayashiki (Vergnügungspark)Verlässt du die Schreine in Richtung Mitsumine Shrine, kommst du zu dem ältesten und bekanntesten Vergnügungspark Tokios – zu dem Hanayashiki.
Ein sehr schöner, kleiner und alter Vergnügungspark.

Gleich um die Ecke ist auch eine größere Spielhalle mit aktuellen Arcade Automaten.
2009 kam gerade Street Fighter 4 raus und dies auf einen Arcade Automaten zu zocken ist ziemlich genial.

Japan // Tokio - Street Fighter 4 daddeln Japan // Tokio - Old School arcade Automat ActionJapan // Tokio - New School Arcade Automat Action

 

 

 

 

 

Japan // Tokio - Futuristische Boote auf dem Fluss in Asakusa

 

Genug gezockt und zurück am Fluss ist eine Anlegestelle für Boote. Eine Bootstour den Fluss runter, bis hin zum Hamarikyu Garten lohnt sich und ist auch nicht teuer.

Asakusa -> Hamarikyu (35 Minuten Japan // 720 Yen ~ 5,30 €)

 

 

Der Garten ist sehr schön. Wer eine Ruheoase mitten in der Metropole sucht, ist hier richtig. Hier wachsen Banzai Bäume- nur in riesig. So riesig, dass die Äste des Baumes mit Planken gestützt werden müssen.

Japan // Tokio - Hamarikyu GardensJapan // Tokio - Hamarikyu GardensJapan // Tokio - Hamarikyu GardensJapan // Tokio - Hamarikyu Gardens

 

In die Karte kannst du per Doppelklick rein zoomen. Die Symbole sollen dir anzeigen, was sich dort befindet.

 

Central Tokio

In Central Tokio gibt es eine Gegend, die du dir unbedingt ansehen musst – Tokio Dome und der angrenzende Freizeitpark LaQua.

Als ich dort her gewandelt bin, war gerade der Kartenvorverkauf für ein Baseballspiel. Unglaublich wie die Massen sich für die Karten anstellen.

Japan // Tokio - Im Freizeitpark LaQua erwartet dich eine skurille AchterbahnDirekt nebenan ist der LaQua Freizeitpark. Schon beim ersten Hinsehen fällt auf, dass der nicht normal ist. Die Achterbahn sticht sofort ins Auge. Tierisch hoch und mördersteile Abfahrten. In einem Hochhaus ist oben ein Loch drin – da flitzt die Achterbahn durch. Zwischendurch geht es auch noch durch die Mitte eines Riesenrads – in Deutschland undenkbar!

Das ganze gibt es für 1000 Yen (7,30 €) – rasant, krass – unglaublich!

Japan // Tokio - IM LaQua PFreizeitpark erwartet dich nicht nur ein Riesenrad, sondern auch eine Achterbahn die da durch flitzt!Die Wasserbahn (600 Yen ~ 4,38 €) kannste dir knicken – hoch, runter, nass, ende –öde!


So, das war die erste Tour durch Tokio´s Straßen.
Ein riesen Spermium, ein riesen Lampion, eine riesen Schlange und eine riesige Achterbahn – und das, obwohl es in Tokio so wenig Platz gibt. Wenn das mal nicht gigantös ist?

Vergiss nicht, dir die beiden lustigen Hostels anzusehen, in denen wir geschlafen haben.
Das Asakusa Smile und das kuriose Kapsel Hostel.

Im nächsten Teil gibt es wieder ein paar Allgemeine Fakten und die Stadtteile Akihabara, Kanda, Odaiba, Ikebukuro und Roppongi stelle ich vor.

Konnte ich dir ein wenig Lust auf dieses entfernte Land machen? Lässt du den nächsten Türkei oder Mallorca Urlaub einmal ausfallen und machst stattdessen einen 2 Wochen Trip nach Japan?

Schreib mir in den Kommentaren wie sehr dir Tokio gefallen hat und was für dich die must do´s sind im Land der aufgehenden Sonne.

 

In dem Sinne – hab ein geiles Wochenende!

Greetz
Marcel

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