Tokio kompakt – lohnt sich Tokio überhaupt? (Teil 2)

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Beim letzten Mal habe ich etwas aus dem Nähkästchen von meiner Reise in 2009 nach Tokio geplaudert. Von dem riesen Spermium, einem großen Lampion, von einer krassen Achterbahn und von der wahrscheinlich längsten Menschenschlange in der Geschichte!

Heute geht die Tour weiter und ich führe dich durch einige der coolsten Stadtteile Tokios – das darfst du nicht verpassen!

Allgemeine Fakten TOGO

  • Public Bath
    Eintritt: 840 Yen ~ 6,- €
    Ein Public Bath? Ein öffentliches Bad!
    Du kannst dir das so ähnlich vorstellen wie in One Piece als die Piraten Alabasta befreit haben und sich am Ende entspannen. Oder wie bei Asterix und Obelix, als die beiden Gallier in einer Römischen Therme waren.In solch einem öffentlichen Bad kannst du dich nach einem langen Tag entspannen – selbst verständlich Geschlechter getrennt.Zuerst musst du dich waschen – hierzu setzen die Japaner sich auf kleine Hocker und duschen & Rasieren sich.Nachdem du dich komplett gereinigt hast, kannst du in ein 40°C warmes Becken steigen und dich richtig schön entspannen. Wenn du ein gutes Public Bath erwischt hast, dann stehen dir mehrere unterschiedliche Becken zum Entspannen zur Verfügung.
    Solch eins findest du im Stadtteil Asakusa – nicht weit weg vom Asakusa Smile Hostel.
  • Bei Bierschaum werden die Luftblasen mit einem Löffel vor dem Servieren entfernt.
  • In Kneipen und Restaurants bekommt man gelegentlich eine Tasche angeboten um dort seine eigene Tasche rein zu stecken. Damit soll die eigene Tasche vor dem Schmutz geschützt werden.
  • Die Steuern liegen bei 5%
  • Ein guter Reiseführer, der auch mir die eine oder andere Frage beantwortet hat, ist der Lonely Planet. (Amazon)
  • Nur in Tokio habe ich bisher gesehen, dass vor einem McDonalds für einen anderen McDonalds Werbung gemacht wird – der sich gerade mal 150 Meter entfernt befand…
  • Sehr oft gibt es zur Auswahl den Western & Eastern Style
    • Auf dem Flug mit Asiana konnte ich zwischen einem Western Style Menü (Fleisch mit Gemüse) und einem Eastern Style Menü (Fisch mit Reis) auswählen.
    • In Tokio wirst du auch zwei Arten von Toiletten Einmal den bekannten Porzellanthron inkl. technischen Erweiterungen (Popo Dusche, beheizte Klobrille, …) und einmal die Eastern Variante.
      Dabei ist eine Art Pissoir in den Boden eingelassen und hier darfst du dann im hocken das Geschäft verrichten. Du kannst dich auch hinsetzen – ich will dich nicht davon abhalten.Um Wasser zu sparen findest du manchmal das Waschbecken oben auf dem Spülkasten – so wird das Wasser zum Händewaschen direkt für die nächste Spülaktion wieder verwendet.

 

  • Allgemein behaupte ich, dass die Leute in Tokio uns einige Jahre voraus sind – zumindest was die Technik im alltäglichen Leben angeht.
    Nirgendwo sonst habe ich so viele ältere Menschen mit bunt gefärbten Haaren gesehen die Musik über Kopfhörer hörten oder die mit mini Konsolen in der Bahn gespielt haben.

 

Das waren die Fakten für heute – beim nächsten Mal kommen noch einmal knallharte Fakten zum Mitnehmen auf den Tisch.
Jetzt möchte ich dir noch ein wenig über ein paar coole Stadtteile Tokios erzählen.

 

Akihabara & Kanda

Electric City – das Nummer 1 Ziel für Manga & Anime Fans, Spielhallen Liebhabern, Elektronik Freunden und einfach für jeden – auch für dich. Hier findest du für fast jeden Geschmack ein Shop.
In den oft mehrstöckigen Geschäften gibt es je Etage bestimmte Themen. Bei Manga und Anime Läden findest du in den ersten Etagen meist Mainstream Mangas. Weiter oben kommen dann spezielle Themengebiete, Figuren & Merchandise bis hin zu den schlüpfrigen Bildern. Das ist es doch, was du sehen willst – oder?
In Electric City, auch Electronics Neighbourhoud genannt, gibt es auch einige Elektro Fachgeschäfte – ähnlich Media Markt oder Saturn. Es lohnt sich allemal einmal durch den Laden zu schlendern und die Geräte und Preise abzuchecken. Da kommst du manchmal etwas ins Staunen, wenn du es mit unseren Geräten und Preisen vergleichst.

Insider Tipp: Du kannst dir in Tokio auch ein Laptop mit deutscher Tastatur und deutschem Betriebssystem kaufen. Beachte nur die Steuerfreigrenze *hust*

Auf der Stadtkarte findest du sicherlich auch das Anime-Center – lass es! Das lohnt sich nicht. Geh da nicht hin. Und wenn du hin gehst, denke an meine Worte – „Ich habe es dir ja gesagt“.
Das Anime-Center ist ein sehr spärliches Museum für Mangas & Animes.

Hier einige Preise zu ein paar Souvenirs, die ich mir angeschaut und notiert habe. Einmal der YEN Preis und der damalige Umrechnungskurs. Würde ich heute fahren, würde ich weniger zahlen. Guter Kurs!

 

 

 

Wandteller (2.600 YEN // 20,28 € (2009) // 18,97 € (2015) )
Japanische Süßigkeiten (1.000 YEN // 7,80 € (2009) // 7,30 € (2015) )
Fächer (Mittel groß) ( 840 YEN // 6,55 € (2009) // 6,13 € (2015) )
Laptop (Aspire One) ( 47.040 YEN // 366,91 € (2009) // 343,17 € (2015) )

In die Karte kannst du per Doppelklick rein zoomen. Die Symbole sollen dir anzeigen, was sich dort befindet.

 

Odaiba

Im Südosten der Stadt, auf einer Insel gelegen, befindet sich der Stadtteil Odaiba. Hier gibt es nur ein Einkaufszentrum – nicht mehr. Außer ich habe es verpasst.
Kannst du also hin gurken – überlass ich vollkommen dir!

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Ikebukuro

Hier soll es den Legendären ********* * geben – kannst du die urbane Legende beweisen?

In Ikebukuro war ich in einem Toys’R’us – und es ist interessant, wie sich die Läden von unseren unterscheiden.

Neues ist immer interessant – sei es bei Essen, Aktivitäten oder wer weiß was sonst noch.
Aber die Erfahrung kommt ja auch über das Vergleichen. Sushi in Deutschland oder in Japan – wo ist es besser? So auch bei Einkaufsläden die wir kennen. Was haben die, was haben wir. Wer ist besser?

In dieser Toys Filiale gab es so gut wie keine Brettspiele, dafür aber massig Elektronik. Ferngesteuerte Roboter, Godzillas und fliegende Untertassen. Natürlich gibt es auch viele Figuren, wie die Power Rangers zum Beispiel. Warum ist der Rucksack bloß so klein und die Geldbörse so leer?

 

 

Auch in diesem Stadtteil gibt es ein Restaurant über das ich eine Reportage gesehen habe – aber leider nicht selber drin war. Das „The Lookup“.
Dies ist ein Grusel-Restaurant in dem es dunkel, eng und laut ist. Zum Essen werden Spritzen und Gehirne gereicht während du zwischendurch Schreie hörst und den Koch mit einer Kettensäge in der Hand, suchend nach der Hauptspeise, durch dir Gegend hechten siehst.

In die Karte kannst du per Doppelklick rein zoomen. Die Symbole sollen dir anzeigen, was sich dort befindet.

 

Roppongi

Uiiii – Roppongi.
Roppongi ist ein super Stadtviertel. Nach Akihabara (Electric City) und Asakusa (Home Viertel) mein dritt liebster Stadtteil. Und das hat ein paar gute Gründe:

  1. Es ist DIE Partymeile von Tokio. Überall sind Kneipen und abends sind auf den Straßen Promoter mit ihren Flyern am Start, welche versuchen dich in Ihre Kneipe zu ziehen – welche natürlich die Beste ist!
  2. Hard Rock Kitty Tokio
  3. Tokio Tower
    Eigentlich nichts anderes als der Eifelturm in Paris nur etwas kleiner.
    Von der Hauptplattform (150 Meter hoch)hast du einen sehr schönen Ausblick über Tokio. Ich empfehle dir hier – wie beim Empire State Building in New York – bei Dämmerung bzw. kurz davor oben zu sein.So siehst du die Stadt im Tageslicht und den Wandel, wenn überall die Lichter angehen, wenn es dunkel wird. Prädikat: Sehr Cool!Es hat mich ein wenig Überwindung gekostet, um auf die 150 Meter hohe Plattform zu kommen. Warum?
    Weil der Aufzug aus Glas besteht und ich sehen konnte, wie unter mir alles immer kleiner wurde als wir hochgefahren sind. o.O
    Wer meinen Artikel zum Bungeesprung gelesen hat, weiß dass ich sowas nicht einfach weg stecke, mich aber dennoch der Angst stelle. Das kannst du auch! 🙂
  4. Roppongi Hills -> Shops, Restaurants, Kinos und mehr.
  5. Midtown
    An sich nichts tolles, aber im Einkaufszentrum gibt es (2009) einen Laden namens „Ideas Shop“.
    Hier werden Neuheiten vorgestellt, die du dir auch kaufen kannst. Die neuen Produkte schaffen so ggf. den Markteintritt – vielleicht aber auch nicht.
    So oder so bist du entweder der/die Erste, der/die dieses Produkt besitzt oder sogar eine/r der Einzigen.
    Als ich da war, wurde unter anderem ein Spielzeug-Dinosaurier verkauft, der wie ein Haustier gepflegt und gehegt werden musste – ähnlich wie ein Tamagotchi, nur als cooler.
  6. Die Deutsche Botschaft
    Ich musste zwar nicht hin – aber gut zu wissen, wo sie ist (Kondom Prinzip – lieber eins dabei haben und es nicht brauchen, als keins dabei haben und es benötigen)

 

In die Karte kannst du per Doppelklick rein zoomen. Die Symbole sollen dir anzeigen, was sich dort befindet.

 


Das war es auch schon wieder für dieses Mal – ich hoffe die knallharten Fakten und die vier Stadtteile konnten dir einen Einblick in die Mega Metropole Tokio geben.

Das war der zweite Grund um einmal nach Japan zu reisen. Es muss ja nichts unbedingt London oder New York sein – auch wenn die Städte schön sind. Der Osten hat aber auch so manche Perlen versteckt.

Und jetzt – genieß dein Wochenende und bis zum nächsten Mal.

Greetz

Marcel

*Geheimer Fakt aus Teil 3

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